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Niederländer spricht beim Loveparade-Prozess
"Bis zum heutigen Tage habe ich jeden Tag damit zu tun"

Auftakt im Prozess zum Duisburger Loveparade-Unglück
Düsseldorf. Im Prozess um die Loveparade-Katastrophe in Duisburg hat als erster ausländischer Zeuge ein Niederländer ausgesagt. Sein Freund war im Gedränge gestorben. 

Der 29-Jährige aus Zwolle berichtete am Dienstag, wie sein Freund Jan-Willem neben ihm im Gedränge starb. Er selbst habe verletzt und traumatisiert überlebt. Er trage bis heute schwer an den psychischen Folgen, sei arbeitslos, krank und immer wieder suizidgefährdet gewesen: "Bis zum heutigen Tage habe ich jeden Tag damit zu tun."

Auf die Polizei war er nicht gut zu sprechen. Die Beamten hätten den im tödlichen Gedränge steckenden Menschen die Hilfe verweigert und tatenlos zugeschaut. Nach knapp drei Wochen Unterbrechung wurde damit der Loveparade-Prozess in Düsseldorf fortgesetzt. Der Niederländer ist in dem Verfahren auch Nebenkläger.

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Beim Loveparade-Unglück am 24. Juli 2010 in Duisburg waren 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt worden. Unter den Toten waren auch ein Niederländer und eine Australierin. Der Prozess am Landgericht Duisburg gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Beschäftigte des Veranstalters Lopavent hatte im Dezember begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung vor. Aus Platzgründen findet der Prozess in Düsseldorf statt.

(sef/lnw)