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Loveparade-Unglück in Duisburg
Minister Kutschaty nimmt Justiz in Schutz

Loveparade in Duisburg: Fünf Jahre nach der Katastrophe
Loveparade in Duisburg: Fünf Jahre nach der Katastrophe FOTO: dpa, rwe fg kno
Duisburg. Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hat Verständnis für Kritik von Betroffenen und Angehörigen von Loveparade-Opfern an der Entscheidung des Duisburger Landgerichts, die Anklage nicht zuzulassen. Die moralische Frage könne die Justiz jedoch nicht klären, sagte Kutschaty am Mittwoch 

Für die Gerichte muss ein kausaler Grund für das Unglück nachweisbar sein", sagte Kutschaty am Mittwoch in einer auswärtigen Sitzung Rechtsausschuss des Landtags in Detmold. Das Oberlandesgericht Düsseldorf überprüft jetzt die Entscheidung des Duisburger Landgerichts. Diese Prüfung gelte es jetzt abzuwarten, forderte der Minister. Das sei jetzt keine politische Fragestellung. "Wir können aber alle gut nachempfinden, dass dies für die Angehörigen der Opfer sehr schwierig ist", sagte Kutschaty. Es sei schwer, den Betroffenen zu erklären, welche Aufgabe die Justiz jetzt habe. 

Das Landgericht Duisburg hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass es die Anklage gegen zehn der damals Beteiligten nicht zur Hauptverhandlung zulässt. Das zentrale Beweismittel der Anklage weist nach Einschätzung der Richter "gravierende inhaltliche und methodische Mängel" auf. Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat Beschwerde dagegen eingelegt. Darüber muss das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden.

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Bei der Loveparade war es 2010 zu einer Massenpanik gekommen. Es gab 21 Tote und über 500 Verletzte.

(url/dpa)
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