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Duisburg
Mann mit Machete und angebliche "Bombe" sorgen für Aufregung

Duisburg. Ängstlich-bedrückte Stimmung herrschte gestern Vormittag bei Anwohnern der Atroper Straße in Rheinhausen: Die Polizei hatte von 9.47 Uhr bis 12.10 Uhr die Straße komplett gesperrt. Der Grund war ein verdächtiger Gegenstand. Die Polizei rief Experten des Landeskriminalamtes zur Hilfe, die den "kugeligen" Gegenstand, aus dem Nägel hervorstachen und der mit Klebeband und Tüchern umwickelt war, untersuchten. Nach einer Röntgenaufnahme, einer ersten Untersuchung mit Hilfe eines Roboters und einer weiteren Inspektion durch einen erfahrenen Fachmann war klar, dass der Gegenstand harmlos ist und es sich nicht um eine Nagelbombe handelt, wie es die Gerüchte im Laufe des Vormittags vermuten ließen. Von Peter Klucken

Der massive Einsatz der Polizei geschah nicht grundlos: In der Nacht von Samstag auf Sonntag war in der Atroper Straße ein Mann unterwegs, der - mit einer Machete bewaffnet - dunkle, aber unkonkrete Drohungen ausstieß. Dieser Mann wurde von der Polizei gestern früh aufgegriffen. In einer ersten Vernehmung wollte der 45-Jährige den Beamten nicht sagen, wo er die Machete versteckt hat. Statt dessen sprach er vage von einer Sache, "mit der ich es euch zeigen werde", wie es ein Polizeisprecher gestern wiedergab.

Der Mann machte auf die Beamten einen verwirrten Eindruck. Deshalb soll ihn nun ein Amtsarzt auf seine Zurechnungsfähigkeit hin untersuchen.

Geschäftsleute hatten gegenüber der Presse die Angst geäußert, dass "die Bombe" eine Warnung mit terroristischem Hintergrund sei und mit dem Anschlag auf den Sikh-Tempel in Essen am 16. April zu tun habe. Das jedoch schließt die Polizei nach den nun vorliegenden Erkenntnissen aus.

Quelle: RP
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