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Duisburg
Marathon: Musik und Bier am Streckenrand

Rhein-Ruhr-Marathon 2016 in Duisburg
Rhein-Ruhr-Marathon 2016 in Duisburg FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Kein Marathon ohne Programm am Streckenrand. Rund um den Buchholzer Markt war von Musik über Kotelett bis Bier für alle gesorgt. Von Jonas Schlömer

Während verzweifelte Autofahrer vergeblich einen Weg durch das Dickicht der Straßensperrungen suchen und die Verkehrssituation doch arg beeinträchtigt wird, wälzen sich Unmengen von Läufern, Radfahrern, Rollstuhlfahrern und Inline-Skatern durch die Straßen. Ein besonderes Erlebnis für jeden Ausdauersportler also, aber auch wer nicht mehr gut zu Fuß ist oder seinen Körper nicht dem Raubbau des Marathontrainings aussetzen will, kann am Rande der Strecke einen schönen Sonntag verbringen.

Seit Jahren eine feste Größe in Sachen "Streckenentertainment" ist der Buchholzer Bürgerverein, der auf und um den Buchholzer Marktplatz ein vielseitiges Angebot auf die Beine gestellt hatte. Peter Griebeling, Vorsitzender des Vereins, vertraute dem bewährten Konzept vergangener Jahre. "Die Karnevalsgesellschaft "Alle Mann an Bord" ist für den Grill zuständig, und für den Durst danach haben wir auch einen Bierwagen", so Griebeling zur Grundversorgung. Den Bierwagen steuern aber nicht nur Besucher an: "Wir haben ab und zu mal einen Läufer dabei, der ein paar Minuten Pause machte und sich ein Bierchen trinkt", erinnerte sich der Organisator.

Weniger kontroverse Flüssigkeiten bot die Barbara-Kompanie der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft an. Die Damen brachten frische Suppen ans Volk und an diejenigen, denen ein Kotelett am frühen Morgen dann doch ein wenig den Magen beunruhigt hätte.

Die Wärme verlangte den Läufern einiges ab - da ist es gut, wenn man wie Joana und Sina (links) seinen Fanclub mitgebracht hat. Fußballprofi Sascha Mölders (Mitte) waren die Strapazen deutlich anzusehen, obwohl der Kicker von 1860 München sicher keine schlechte Kondition hat. Vergleichsweise entspannt wirkt da die junge Frau rechts, die sich konsequent mit Getränken versorgt. FOTO: Christoph Reichwein

Für musikalische Untermalung sorgte, auch nicht zum ersten Mal, die Coverband "Kopinski Beat". Im Gegensatz zu den zahlreich vertretenen und lediglich mit Schlagwerk ausgestatteten Samba-Gruppen, war die Band dank Gitarre, Bass und Keys auch zu Harmonien fähig und war nach viel Getrommel am Streckenrand eine wahre Wohltat für die Ohren. Weniger musikalisch, dafür aber mindestens genauso präsent, waren am Sonntag auch CDU und SPD, die ihre Zelte auf dem Markt aufgeschlagen hatten.

Ein paar Meter die Straße hinunter sorgten Jugendspieler von Viktoria Buchholz dafür, dass kein Läufer den Buchholzer Ortskern ohne ausreichend Flüssigkeit passierte. Cedric Momm, Maurice Idahl und Gerrit Pusnik waren gerade damit beschäftigt, die gesponserten Pappbecher mit Wasser und isotonischen Getränken zu befüllen. "Im Moment gibt's noch nicht viel zu tun, die Radfahrer wollen in den seltensten Fällen etwas zu trinken", so Pusnik.

Zu seinem Glück gezwungen werde übrigens niemand, da waren sich die drei Fußballer einig. "Wer etwas möchte kommt zu uns rüber, und für die ganz eiligen halten wir auch immer ein paar Becher auf die Strecke".

Weniger mit den Läufern als mit unwissenden Autofahrern hatte Münevver Onsekiz als Streckenposten zu tun. Die Fahrer, die sich zu Absperrungen verfahren, seien aber dann doch meist verständnisvoll, so Onsekiz.

Quelle: RP
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