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Duisburg
Mercator als "Ehrengast" in der Salvatorkirche

Duisburg: Mercator als "Ehrengast" in der Salvatorkirche
Margret Stohldreier als "Margareta van Stoldryer" und Roland Wolf als Gerhard Mercator. FOTO: ulrich peter
Duisburg. Seit einigen Monaten führt Margret Stohldreier für die evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg regelmäßig Interessierte Besucher durch die Salvatorkirche. Sie zeigt die Epitaphe und berichtet von den Schicksalen der dahinter stehenden Personen und Persönlichkeiten. Dabei nimmt sie die Rolle von "Margareta van Stoldryer" ein und kleidet sich, als käme sie aus dem 17. Jahrhundert. Bei der nächsten Führung am Freitag, 10. November, erhält sie prominente Unterstützung durch "Gerhard Mercator". Roland Wolf schlüpft für diesen Zweck in sein Mercator-Kostüm, das er sonst für seine Stadtführungen bei "Mercators Nachbarn" trägt. Die Führung findet von 15 bis 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Das bekannteste Epitaph (Grabdenkmal) in der Salvatorkirche erinnert an Gerhard Mercator. Er verbrachte 42 Jahre in Duisburg verbrachte und schuf während dieser Zeit seine großen Kartenwerke, wie den "Atlas", der erst nach seinem Tod erschien. Darüber hinaus lehrte er am "Duisburger Akademischen Gymnasium", unterrichtete z. B. Johannes Corputius, den Kartographen des Duisburger Stadtplans von 1566. Er schrieb außer theologischen Schriften auch seine Weltgeschichte "Chronologia" und verfasste eine "Anleitung zum Schreiben der italienischen "Kursive (Italic)". Die 28 Epitaphe und Grabplatten erinnern an Familien, die als Zuwanderer nach Duisburg kamen, weil sie nach der Reformation zum protestantischen Glauben übergetreten waren und in Duisburg wohlwollende Aufnahme fanden. Darunter gab es Gelehrte und Professoren der Alten Universität, Adlige, hochrangige Militärangehörige oder Menschen, die im Dienst der jeweiligen Landesfürsten standen, aber auch Duisburger Bürgerfamilien.

Bei einer Führung am Freitag, 8. Dezember, wird Margret Stohldreier den Schwerpunkt ihrer Führung auf die Duisburger Bürgerfamilien legen. Weitere Informationen sind telefonisch unter 0203 / 331622 erhältlich.

Quelle: RP
 
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