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Duisburg
Mercatorhalle wird im August fertig

Duisburg. Im Kulturausschuss gab es gestern Nachmittag vergleichsweise positive Nachrichten: Der Bücherbus fährt auch in den nächsten Jahren, und die Besucherzahlen beim Schauspiel und der Oper sind in der Tendenz steigend. Von Peter Klucken

Man solle nicht so viel auf Gerüchte hören, meinte gestern Nachmittag im Kulturausschuss Dezernent Thomas Krützberg, als er nach einem Datum für die Fertigstellung der Mercatorhalle gefragt wurde. Jedenfalls räumte er einige kolportierte Spekulationen vom Tisch, nach denen die Dauer der Instandsetzungsarbeiten unabsehbar sei. Krützbergs klare Ansage war: Bis Mai 2016 sind alle Grundarbeiten für den Großen Saal der Mercatorhalle abgeschlossen. Dann kann mit der Innenausstattung begonnen werden, die im August beendet ist. Ab September steht der große Saal wieder zur Verfügung, und das erste philharmonische Konzert der Saison 2016/ 2017 kann unter der Leitung von Duisburgs Generalmusikdirektor Giordano Bellincampi ebendort stattfinden. Es gebe keinen Anlass, diesen Zeitplan in Frage zu stellen, versicherte Krützberg. Ein Ausschuss, dem er selber angehört, habe die Instandsetzung ständig im Auge. Am 11. November sei die nächste Sitzung des Ausschusses. "Beginn 11.11 Uhr", fügte er scherzend hinzu.

Auch ansonsten waren die Fakten und Nachrichten, die im Kulturausschuss diskutiert wurden, vergleichsweise positiv. So fragte die SPD nach, ob der Büchereibus, der schon 18 Jahre alt sei und vermutlich nicht mehr lange genutzt werden könne, demnächst ersetzt wird. Auch hier konnte Krützberg eine klare Auskunft geben: Sein 19. Lebensjahr werde der Bus nicht mehr als Büchereibus erleben, sagte er. Die Anschaffung eines neuen Busses sei fest eingeplant. Und noch ein weiterer Bus soll in Sachen Kultur auch weiterhin unterwegs sein, der Kulturbus für Duisburger Schulen. Mit dem sollen die Schulen unterstützt werden, wenn sie die "vielfältigen Kultur- und Kunstangebote an außerschulischen Lernorten" wahrnehmen wollen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Transport der Schüler zu diesen Orten in Anbetracht der knappen Schulbudgets stets sehr schwierig ist. Das so genannte Schoko-Ticket und der "Elternbringservice" seien auch keine Alternative zu einem Bus, der eine große Gruppe von jungen Menschen, darunter auch ganz junge wie Grundschüler, sicher zu einem entsprechenden Ort bringt und auch wieder abholt. Das Problem konnte dank einer Zuwendung der Stiftung der Sparkasse "Unsere Kinder - unsere Zukunft" zumindest teilweise gelöst werden. Nun kann ein Bus samt Fahrer gechartert werden, der bis zu 50 Schüler mit Begleitpersonen zu Duisburger Museen, ins Theater oder auch in den Zoo (als Lernort) fährt. 75 Fahrten konnten bis September durchgeführt werden, darunter 61 Fahrten mit Grundschülern. Der Schülerbus ist so gefragt, dass 41 Fahrten wegen Terminüberschneidungen nicht stattfinden konnten.

Ob dieses Angebot langfristig bestehen bleiben kann, hängt von den Sponsoren ab. Dezernent Krützberg sagte, dass die beste Werbung für einen möglichen Sponsor der Erfolg eines Projekts sei. Der Kulturbus für Duisburger Schulen sei zweifellos ein Erfolg. Natürlich werde sich die Verwaltung um eine Fördermittelakquise kümmern; Krützberg bat aber seinerseits die Ratsmitglieder, ihre eigenen Kontakte zu Sponsoren zu nutzen. Positiv waren nicht zuletzt einige Zahlen. Die Auslastung der Rheinoper-Vorstellungen im Duisburger Stadttheater stieg im Vergleich zur vorigen Saison um gut drei Prozentpunkte, von 66,51 Prozent auf 69, 62 Prozent. Rechnet man alle städtischen Konzerte zusammen, so stieg da die Platzausnutzung von 74,17 Prozent in der Saison 2013/14 auf 77,17 Prozent in der Saison 2014/ 15.

Quelle: RP
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