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Duisburg
Mit innovativem Unternehmergeist

Duisburg: Mit innovativem Unternehmergeist
"Wenn wir uns umeinander kümmern, dann ist jedem geholfen": So heißt ein Motto auf der Pinnwand des neuen Gründerzentrums vom Duisburger "Social Impact Lap", vor der sitzend (v.l.) Norbert Kunz, Annette Heuser, Dr. Bernd Siegfried und Jutta Stolle und weitere Projekt-Akteure stehend dahinter zu sehen sind. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Auf dem Firmengelände von Haniel in Ruhrort eröffnete jetzt das erste Gründerzentrum für Sozialunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Von Olaf Reifegerste

Für sie und ihr Haus hätten sich die Bemühungen und Anstrengungen gelohnt, sagte Jutta Stolle, Direktorin für den Bereich Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei der Franz Haniel & Cie. GmbH anlässlich der Eröffnung des ersten Gründerzentrums für Sozialunternehmen in Nordrhein-Westfalen. "Wir waren lange Zeit mit der Idee und dem Projekt unterwegs, doch heute sind wir mega-stolz, das erste NRW-Gründerzentrum von 'Social Impact Lap' auf unserem Firmengelände angesiedelt zu haben."

Haniel stellt die Location für das Projekt zur Verfügung, sprich das ehemalige Gästehaus auf dem Franz-Haniel-Platz, und steuert ihr Netzwerk hinsichtlich Nachhaltigkeit, Standortverantwortung und Bildungskompetenz bei. Weitere Partner der neuen "Social Impact Lap"-Initiative sind die Münchner Prof. Otto Beisheim Stiftung sowie die KFW Stiftung in Frankfurt am Main. Norbert Kunz, Geschäftsführer der 1994 gegründeten gemeinnützigen "Social Impact GmbH" Deutschland, zeigte sich ebenso glücklich "in der Rhein-Ruhr-Region angekommen zu sein und einen Beitrag zum Strukturwandel endlich vor Ort nun leisten zu können", wie er sagte. Denn bisher hätte seine Unternehmung NUR Standorte in Berlin, Hamburg und Frankfurt sowie in Leipzig und Potsdam gehabt. Ein Schwerpunkt der Arbeit seiner Unternehmung liege heute in der Entwicklung von Infrastrukturen zur Förderung von sozialer Integration sowie sozialen Innovationen, sei es mittels ökologischer, gesellschaftlicher oder kultureller Themen beziehungsweise Ernährungs-, Bildungs- oder Gesundheitsthemen.

Mit Netzwerk- und Informationsveranstaltungen, Qualifizierungsangeboten und zielgruppenspezifischen Gründer- und Stipendienangeboten würde das "Social Impact Lab" in Duisburg zur Anlaufstelle für Menschen in der Metropolregion Rhein-Ruhr werden, die den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft mit sozialem Unternehmergeist begegnen könnten, erläuterte Kunz die weitere Vorgehensweise. Derzeit seien acht Projekte und Initiativen am Standort Duisburg am Start. Mit Hilfe des Programms "AndersGründer" sollen seinen Angaben zufolge in den nächsten drei Jahren von Duisburg aus rund 55 Gründerteams begleitet, dadurch über 80 neue Arbeitsplätze geschaffen sowie 2,5 Millionen Euro an Gründungskapital eingesetzt werden. Ergänzt würde dieses Angebot durch das Stipendienprogramm "ANKOMMER. Perspektive Deutschland", das unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht und von der KfW Stiftung gefördert wird. Dieses Programm unterstützt bundesweit derzeit 14 Startups und (sozial-)unternehmerische Initiativen, die mit innovativen, übertragbaren Ansätzen vor allem Menschen mit Fluchthintergrund Zugang zu Bildung, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bieten wollen.

Da die Stipendien eine Laufzeit von bis zu acht Monaten hätten, so Kunz weiter, kämen alle vier Monate neue Teams hinzu. Diese hätten dann die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und ihre bisher gemachten Erfahrungen an die Neuhinzugekommenen weiterzugeben. Oberstes Gebot für alle Projekte und Initiativen sei es, diese geschäftsfähig zu machen, damit sie sich perspektivisch gesehen wirtschaftlich selbst tragen könnten.

Dirk Sander, in Hochfeld geboren und jetzt Standortleiter des "Social Impact Lap" Duisburg, ist bereits seit Herbst 2015 in Ruhrort aktiv und hatte anfangs überwiegend mit Aufgaben der Netzwerkbildung zu tun. Hierzu zählten die Kontaktaufnahmen zur hiesigen Universität, zur Gesellschaft für Wirtschaftsförderung sowie zur Industrie- und Handelskammer.

Demnächst stünden Gespräche mit dem Initiativkreis Ruhr und der Deutschen Bank an, kündigte er an. Seiner Meinung nach hätte der Stadtteil Ruhrort, vor allem aber die Anbindung des "Social Impact Lap" Duisburg an das Haus Haniel "beste Voraussetzungen", eine erfolgreiche Arbeit in der und für die Region zu leisten.

Quelle: RP
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