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Neu An Der Uni
Mit Licht gegen Krebs

Duisburg. Wie erkennen Wissenschaftler Proteine, die Krebs verursachen? Das erforscht Dr. Jens Voskuhl (32). Er ist neuer Juniorprofessor für biosupramolekulare Chemie an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und arbeitet im Sonderforschungsbereich "Supramolekulare Chemie an Proteinen", den die Deutsche Forschungsgemeinschaft 2014 an der Uni eingerichtet hat. Hier werden aus kleinen Ausgangsverbindungen komplexe Konstrukte im Nanomaßstab aufgebaut.

Voskuhl studierte Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach seiner Promotion 2011 war er als Postdoktorand zwei Jahre an der niederländischen Universität Leiden und wechselte danach für zwei Jahre an die Universität Twente. Bevor er an die UDE kam, forschte er seit März als Postdoktorand an der Universität Münster. Um die Proteine zu entdecken, setzen Voskuhl und sein Team synthetische Moleküle ein, die zu leuchten beginnen, wenn sie sich mit ihnen verbinden. Kommt es zum Fluoreszenz-Signal, wird ermittelt, wer der Bindungspartner ist und ob die Wirkung des Proteins unterdrückt werden kann. Oder die Fluorophoren werden mit anderen Stoffen auch ohne feste Bindung kombiniert. Durch das einfache Mischen erhält man in kurzer Zeit neue Substrate, mit denen Medikamente entwickelt werden können. Des Weiteren wird Voskuhl lichtsensibilisierende Stoffe in Nanopartikel einbauen. Durch geschicktes Design werden sie schichtweise aufgebaut und sollen in der sogenannten photodynamischen Therapie angewendet werden, mit der Krebstumore präzise behandelt werden.

Quelle: RP
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