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Duisburg
Mit Spaß zum Ausbildungsplatz

Duisburg: Mit Spaß zum Ausbildungsplatz
Die Teilnehmer des Projekts stellten unter Beweis, dass sie zwei Wochen lang motiviert und konzentriert arbeiten können - eine wichtige Voraussetzung, um später im Berufsleben Fuß fassen zu können. FOTO: IHK
Duisburg. Die Industrie- und Handelskammer initiierte jetzt ein Berufsorientierungs- und Sprachcamp. Mit Motivation und Spaß sollen Jugendliche zum Ausbildungsplatz kommen. Das Projekt des Duisburger Schulmodells zog Bilanz.

Berufsorientierung und das Beherrschen der deutschen Sprache sind notwendig, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten - gerade auch für Schülerinnen und Schüler mit Startschwierigkeiten. Das Duisburger Schulmodell der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hat daher in den Osterferien erstmals ein Sprach- und Berufsorientierungscamp veranstaltet. Zum Abschluss stellten die Teilnehmer am Freitag, 10. April, ihre Ergebnisse vor.

Im vergangenen Jahr hatte der Beirat des Duisburger Schulmodells das Projekt auf den Weg gebracht, um junge Ausbildungssuchende besser auf das Berufsleben vorzubereiten und deren Deutschkenntnisse zu verbessern. 22 Jugendliche der Herbert-Grillo-Gesamtschule aus dem Stadtteil Marxloh nutzten die Zeit in den Osterferien, um das Sprachcamp zu absolvieren. Vorab mussten sie sich bei ihrer Schule bewerben und ihre Motivation darlegen. Das Camp sollte auch dazu dienen, bei den Jugendlichen eine Reflexion der eigenen Stärken und Ziele anzuregen. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Schulische Bildung führten pädagogische Fachkräfte der städtischen Bildungsträger Mabilda e. V. und Jungs e. V. das Camp in der Jugendherberge im Landschaftspark Duisburg-Nord durch. Die jungen Leute mussten beispielsweise eine fiktive Wohngemeinschaft gründen und, von einer entsprechenden Ausbildungsvergütung ausgehend, einen Haushaltsplan erstellen.

Ein Videocoaching beim Vorstellungsgespräch und ein Besuch in der Stadtbücherei standen ebenso auf dem Programm wie ein Kletterausflug zur Stärkung des Wir-Gefühls. Zum Abschluss des Camps fiel das Fazit der Jugendlichen durchweg positiv aus. "Wir haben hier eine Menge Tricks für zukünftige Bewerbungsgespräche bekommen und gelernt, wie wichtig gute Kenntnisse im Hochdeutschen sind. Daran werden wir weiter arbeiten", so die 15-jährige Özlem Oguzhan und der gleichaltrige Erdem Karakus.

Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit präsentierten die Jugendlichen am Abschlusstag. Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK und Vorsitzender des Beirats "Duisburger Schulmodell", lobte die jungen Leute: "Ihr habt gezeigt, dass ihr zwei Wochen lang motiviert und konzentriert arbeiten könnt. Behaltet euch diese Stärken bei." Im Anschluss an das Camp werden die Jugendlichen weiter durch das Duisburger Schulmodell gefördert und beispielsweise bei der Praktikasuche in Klasse neun sowie der Ausbildungssuche in Klasse zehn unterstützt.

Das Camp konnte durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Familie Herbert Grillo, der Sparkasse Duisburg und der Niederrheinischen IHK durchgeführt werden. Projektkoordinator Yassine Zerari, der im vergangenen Jahr mit dem Talent Award des Initiativkreises Ruhr ausgezeichnet wurde, stellte einen Teil seines Preisgeldes zur Verfügung.

Quelle: RP
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