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Duisburg
Mitsing-Spektakel mit 3000 Akteuren

Duisburg: Mitsing-Spektakel mit 3000 Akteuren
Erst ein wenig zaghaft, dann immer lauter: Das Weihnachtssingen in der Schauinslandreisen-Arena kam bei den rund 3000 Sängern gut an. Den Anfang machten das "Duisburg-Lied" und die "MSV-Hymne". FOTO: Andreas PRobst
Duisburg. Weihnachtsstimmung herrschte am Montagabend in der MSV-Arena. Zum ersten Mal hatten die Stadtwerke und die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit dem MSV zum Weihnachtssingen in die Arena eingeladen. Von Volker Poley

Die Idee zu dem großen Mitsing-Spektakel, an dem sich die Sound- Fanfares, die Kalkweg Crocodiles - die Band setzt sich aus Mitarbeitern der Werkstatt für Menschen mit Behinderung zusammen - und die Chöre "Ton-Art" und der "Joylight Gospelchor" beteiligten, hatte Ann-Katrin Glüsing von der Duisburger Behinderten-Werkstatt: "So etwas gibt es schon seit Längerem in Aachen". Die Betriebsleiterin der Einrichtung am Kalkweg war sich sicher, dass das Konzept auch in Duisburg erfolgreich sein würde. Großes Lob fand sie für die Kooperationspartner Stadtwerke und MSV, die diese Veranstaltung innerhalb von nur sechs Wochen organisiert hatten. Auch Stadtwerke-Vorstand David Karpathy zeigte sich hocherfreut, als er mit Blick auf die vollbesetzte Tribüne feststellte: "Grandios, das Engagement hat sich auf jeden Fall gelohnt." MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt zeigte sich ebenfalls "mächtig stolz", hatte aber eigentlich keine Zweifel an dem Gelingen der Veranstaltung: "Auf die Duisburger ist eben Verlass." Bevor es weihnachtlich in der Arena wurde, stimmten sich die mehr als 3000 Sängerinnen und Sänger mit dem "Duisburg-Lied" und der "MSV-Hymne" - die bei den MSV-Heimspielen zum Standard-Repertoire gehören - gesanglich auf den Chor-Abend ein. Wer nicht ganz so textsicher war, brauchte sich keine Sorgen zu machen. Am Eingang wurden neben Leuchtsticks auch Liederhefte verteilt, so ass es auch für die eher sangesmüderen Männer keine Ausreden gab, sich nicht an dem "Chor der 3000" zu beteiligen. Von Lied zu Lied wurde der große Weihnachtschor mutiger und lauter, insgesamt 18 Lieder standen auf dem Programm. Zu hören waren natürlich die weihnachtlichen Klassiker wie "Kling Glöckchen", "O du fröhliche" und "Leise rieselt der Schnee". Umjubelt war der Auftritt von Anja Lerch. Die Duisburger Sängerin, die regelmäßig bei "Anja's Singabend" im Huckinger Steinhof rund 600 Besucher zum Mitsingen animiert, hatte auch mit dem um ein Vielfaches größeren Chor im Stadion kein Problem.

Als Anja Lerch gefühlvoll "White Christmas" anstimmte, schien sich das Grün des Stadionrasens irgendwie fast weiß zu färben, aber das gab der milde Dezemberabend dann wohl doch nicht her. Ebenso gefühlvoll ging es beim Finale zu. Mit dem traditionellen Lied "Stille Nacht" war aber dann doch noch nicht ganz das Ende der Veranstaltung erreicht. Anja Lerch wurde vom Publikum noch mal vehement gefordert. Die ließ sich auch nicht lange bitten und beendete mit ihrer Interpretation von "Last Christmas" die Weihnachtschor-Premiere endgültig. Ingrid Korn aus Neuenkamp war von der Aktion begeistert: "Eine sehr gute Idee und eine tolle Stimmung".

Der Meinung war auch ihre Neudorfer Freundin Angelika Conrady, der besonders der Auftritt von Anja Lerch gefiel: "Ein absolutes Highlight." Vielleicht entwickelt sich das Weihnachtssingen ja zu einem "Alle Jahre wieder" - Event. Im nächsten Jahr soll es jedenfalls nach dem positiven Premierenverlauf wohl wieder ein Weihnachtssingen in der Arena geben.

Quelle: RP
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