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Duisburg
Mobiles Schul-Tonstudio, Tasche für Asthma-Notfälle und Vidoewerbung

Duisburg: Mobiles Schul-Tonstudio, Tasche für Asthma-Notfälle und Vidoewerbung
Verantwortliche und Preisträger des Existenzgründerwettbewerbs bei der Preisverleihung. FOTO: GFW
Duisburg. Die Gewinner der sechsten Runde von GRIID, dem Existenzgründungswettbewerb der Gründungsinitiative Innovation Duisburg, stehen fest. Jetzt wurden sie im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum feierlich prämiert.

Die GRIID-Initialpartner - Akteure der Sparkasse Duisburg, der Volksbank Rhein-Ruhr, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Wesel Kleve Duisburg, der Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) - lobten deren Businesspläne. Bürgermeister Manfred Osenger wünschte den Projektteilnehmern gutes Gelingen für den Start in die Selbstständigkeit am Wirtschaftsstandort Duisburg sowie weitsichtige Entscheidungen auch in stürmischen Zeiten.

Über den ersten Platz freute sich Fabian Beeren. Der examinierte Sozialwissenschaftler und Germanist vereint in seinem Geschäftsplan all das, was seinen bisherigen Werdegang auszeichnet - als selbständig freier Filmkomponist mit langjähriger Erfahrung in intensiver Jugendarbeit und als Vertretungslehrer an Hauptschulen. Mit REC-MOBIL, so der derzeitige und unter Vorbehalt stehende Firmenname, bietet der GRIID- und sbm-Absolvent einwöchige Intensiv-Ganztags-Workshops, vorwiegend an Haupt- und Gesamtschulen, für Jugendliche aus bildungsfernem Umfeld. Vor Ort wird dabei für die Dauer des Workshops ein professionell ausgestattetes Tonstudio installiert. Im Projektverlauf erstellen die Jugendlichen eigene Songs, die sie am Ende im Tonstudio aufnehmen.

Sabine Engel ist nicht nur engagierte Duisburgerin, sondern auch Zweitplatzierte des GRIID-Existenzgründerwettbewerbs in 2015. Als Mutter eines an Asthma erkrankten Kindes kam sie auf die Idee der Entwicklung einer Asthma-Notfalltasche, genannt: HelpBag. Da im Notfall bei der Versorgung chronisch Kranker jeder Handgriff "sitzen" muss, beherbergt die Tasche alles, das, was wichtig und erforderlich ist, um als Ersthelfer zielführend aktiv zu werden. Dazu zählen die AsthmaCard mit Kurzinfos ebenso wie Kontaktdaten, eine Rechtsschutzerklärung für den Helfer, einen Asthma-Nothilfeplan sowie erforderliche Medikamente, mit denen der Erkrankte beziehungsweise dessen Erziehungsberechtigter die Tasche selbst bestückt hat. Die HelpBag dient Kindern und Jugendlichen mit Asthma als bestmögliche Unterstützung im Notfall. "Sie ist ideal und praktisch vor allem für Kinder im (Vor-)schulalter. Ob beim Sport oder auf Klassenfahrten, im Notfall ist alles mit einem Griff zur Hand", weiß Existenzgründerin Engel. Potenzielle Zielgruppe für den Vertrieb sind Krankenkassen, Asthmaschulen, Apotheken, Internet und Endverbraucher.

Den dritten Platz belegten Daniel Zurhausen und Marvin Krix. Ihr Unternehmen wollen sie im März 2016 in Duisburg gründen. Reapix soll dann den Markt der Onlinevideowerbung aufrollen. Ziel des Gründerteams ist es, die Emotionen der Konsumenten mit den Ansprüchen der Unternehmen zu verbinden. Eine innovative Onlineplattform, auf der Videos fest mit einem Gewinnspiel gekoppelt werden, soll dies gewährleisten und für eine Win-Win-Situation bei Nutzer und werbendem Unternehmen sorgen. "Derzeit wird bei Onlinevideowerbung pro Abruf eines Videos bezahlt, selbst wenn das Video durch den User bereits nach einer Sekunde abgebrochen wird", weiß Zurhausen, und fährt fort: "Das hat zur Folge, dass die Nutzer die Werbung als störend empfinden, so dass sie den Werbeinhalt nicht wahrnehmen oder wahrnehmen wollen." Bei der von Reapix entwickelten Lösung zahlt der Kunde pro Wiedergabe und zwar nur dann, wenn diese vollständig erfolgt. "Das Unternehmen wiederum kann sehen, ob der Nutzer und damit potenzielle Konsument das Video vollständig angesehen hat", erklärt Krix.

Quelle: RP
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