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Duisburg
Mobilität: Stadt befragt 20 000 Haushalte

Duisburg: Mobilität: Stadt befragt 20 000 Haushalte
Mobilität in Duisburg: Nicht nur während des Umbaus der A 59 waren Staus an der Tagesordnung. FOTO: ARchiv
Duisburg. Die Stadt hat eine Befragung zum Mobilitätsverhalten ihrer Bürger in Auftrag gegeben, um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Ab dem 2. September bekommen zufällig ausgewählte Haushalte Post. Um rege Teilnahme wird gebeten. Von Sandra Kaiser

20 000 Haushalte in Duisburg werden in den nächsten Wochen Post bekommen. Die Stadt hat ein Ingenieurbüro mit einer Befragung beauftragt. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie bewegen wir uns in der Stadt? Es wird nach zurückgelegten Wegen, genutzten Verkehrsmitteln und Wegezwecken an einem normalen Werktag gefragt. Wie kommen Sie morgens zur Arbeit, wie abends zum Sport? Mit dem Rad, zu Fuß, mit dem Pkw? Vielleicht ist es eine Kombination verschiedener Transportmittel? "Wir versuchen, dadurch ganz nah an den Menschen zu sein, zu sehen, wie sie sich verhalten, um entsprechend reagieren zu können und die städtische Verkehrsinfrastruktur mittel- und langfristig besser planen zu können", sagt Arne Lorz, Abteilungsleiter Stadtentwicklung

"Die Daten, die wir dadurch ermitteln, sind eine wichtige Grundlage für eine ganze Reihe von Planungen, die in der Zukunft anstehen - im Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußverkehr, aber auch bei der Entwicklung von Wohn- und Wirtschaftsflächen", sagt Planungsdezernent Carsten Tum. Auch für den - mittlerweile überfälligen - Nahverkehrsplan seien diese Daten ganz wesentlich. Und, so Tum: "Die Stadt hat sich nicht zuletzt mit der 2011 beschlossenen ,Strategie für Wohnen und Arbeiten' innerhalb des Projekts ,Duisburg 2027' zum Ziel gesetzt, den Umweltverbund - Fuß, Rad, Bus und Bahn - zu stärken." Vor allem die Radverkehrsförderung sei seit Jahren ein besonderer Schwerpunkt der städtischen Verkehrsplanung.

Tim Althoff vom Amt für Stadtentwicklung und Kathrin Henninger vom Ingenieurbüro Helmert präsentieren den Umfragebogen. FOTO: Andreas Probst

Eine Vielzahl an umgesetzten Maßnahmen wie die kontinuierliche Verbesserung des Radwegenetzes, die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinde und Kreise in NRW (AGFS) oder die Einführung des Verleihsystems Metropolradruhr hätten dazu geführt, dass sich in der subjektiven Wahrnehmung der Anteil des Radverkehrs in Duisburg erhöht habe. Eine objektive Untersuchung sei jedoch schon lange nicht mehr erfolgt. "Die letzte Erhebung", so der Dezernent, "liegt 15 Jahre zurück. Seitdem hat sich das Mobilitätsverhalten der Menschen stark verändert."

Die Haushalte, die jetzt Post bekommen, wurden zufällig ermittelt. "Die Daten werden anonym erhoben. Die Teilnahme ist freiwillig, keiner wird dazu verpflichtet", stellt Kathrin Henninger vom zuständigen Ingenieurbüro Helmert klar. Am 2. September geht es los. "Die Fragebögen werden in drei Wellen verschickt. Ende der Befragung ist Ende Oktober", sagt Henninger. Die Teilnehmer haben drei Möglichkeiten: Sie können einen Fragebogen ausfüllen und per Post zurückschicken; sie können aber auch online teilnehmen oder sich anrufen lassen.

Weil für die Verlässlichkeit der Daten eine hohe Rücklaufquote wichtig ist - 6000 Personen müssen laut Henninger antworten, damit die Umfrage repräsentativ ist - gibt es besondere Anreize: Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost, der Hauptgewinn ist ein iPad. Wer online teilnimmt, bekommt zudem 4,85 Euro erstattet, weil der Arbeitsaufwand für das Ingenieurbüro dadurch geringer ist. Ende des Jahres soll es erste Ergebnisse geben.

Quelle: RP
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