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Nach Spiel MSV gegen Rostock
Fußballfans randalieren im Hauptbahnhof Duisburg

MSV gegen Hansa Rostock: Hauptbahnhof Duisburg nach Spiel gesperrt
Nach dem Fußballspiel MSV Duisburg gegen Rostock haben viele Fans im Duisburger Hauptbahnhof randaliert. Polizeibeamte wurden mit Steinen beworfen. (Hier ein Archivbild von einer Demonstration am Hauptbahnhof im Februar 2015) FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Bahnen wurden blockiert, Bundespolizisten mit Steinen beworfen – nach dem Fußballspiel zwischen dem MSV Duisburg und Rostock ist es zu schweren Ausschreitungen zwischen den Fans gekommen. Von Peter Klucken

Der Duisburger Hauptbahnhof musste zwischenzeitlich komplett gesperrt werden. Wie die Bundespolizei am Sonntag berichtete, hatten Rostocker Fans nach dem Fußballspiel gegen MSV Duisburg zunächst die Regionalbahn blockiert. Die Strecke führt von der Haltestelle "Im Schlenk" (Duisburg-Wanheimerort) zum Duisburger Hauptbahnhof. Doch ein Unbekannter hatte die Notbremse gezogen. Zudem hielt ein weiterer Unbekannter die Türe auf, so dass die Bahn erst mit rund halbstündiger Verspätung abfahren konnte.

Im Hauptbahnhof wurde es noch schlimmer: Dort hatte die Polizei vorsorglich Sperren aufgebaut, um Rostocker und Duisburger Fans voneinander zu trennen. Nach Darstellung der Bundespolizei wurden die Sperren von einigen der rund 220 Rostocker durchbrochen. Duisburger und Rostocker gingen aufeinander los.Dabei rannten Menschen über die Gleise.

Daraufhin ließ die Bundespolizei den kompletten Bahnhof sperren. Zwischen 17.45 Uhr und 18.15 Uhr ruhte im Hauptbahnhof der Zugverkehr komplett. Einige Fans warfen mit Schottersteinen auf die Beamten der Bundespolizei, die Hilfe von der Duisburger Schutzpolizei bekam. Die Beamten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein, auch um sich aggressiver Randalierer zu wehren, die mit Tritten und Faustschlägen die Polizisten attackierten. Die Polizei nahm elf Personen fest, die mit Strafverfahren rechnen müssen.

Die Stimmung unter den Rostocker Fans war so aufgeheizt, dass Polizeibeamte mit in die Züge stiegen und – bei mehreren Umstiegen – bis nach Rostock mitfuhren. Da durch die Ausschreitungen keine planmäßige Fahrt mehr möglich war, dauerte die Fahrt von Duisburg nach Rostock viel länger als üblich: Die Fans kamen erst Sonntagfrüh um 6.50 Uhr in Rostock an.

Allein die Bundespolizei war wegen der Fußball-Randale mit mehr als 200 Beamten im Einsatz, hinzu kamen Beamte der Schutzpolizei. Einige Polizisten wurden bei ihrem Einsatz leicht verletzt.

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