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Museumsteam hat Lob verdient

Duisburg. Man kann verstehen, dass die Direktorin des Lehmbruck-Museums, Dr. Söke Dinkla, empört war, als sie hörte, dass der Künstler Heinz Mack vor einigen Monaten bei seiner Ausstellung im Museum Küppersmühle das Haus im Kant-Park mit bösen Worten bedachte. Das Museum, so der sich ereifernde Künstler, befinde sich im "Winterschlaf" und versäume es, wichtige Künstler in seinem Ausstellungsprogramm zu berücksichtigen. Diese Mack-Kritik war ungerecht und berücksichtigt vor allen Dingen nicht die Sachzwänge, mit denen im Lehmbruck-Museum jahrelang gearbeitet werden musste.

Mit einem halbierten Ausstellungsetat und einem rigorosen Kredit-Rückzahlungsprogramm sind aufwendige "Events" und Ausstellungen mit international begehrten Leihgaben nicht realisierbar (allein schon wegen der Transport- und Versicherungskosten. Trotzdem gelang es, das Haus für Besucher attraktiv zu erhalten. Mit wenig Geld, dafür aber guten Ideen wurden interessante Ausstellungen mit Werken aus dem eigenen Bestand und mit ausgewählten Leihgaben gezeigt. Das verdient Lob. Freuen wir uns, dass das Lehmbruck-Museum nun wieder mehr "Luft" hat.

peter.klucken@rheinische-post.de

Quelle: RP
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