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Duisburg
Musikabend ermöglicht mehr Teilhabe

Duisburg: Musikabend ermöglicht mehr Teilhabe
Leuchtend rote Spardosen waren bei der Benefizveranstaltung für das Deutsche Rote Kreuz allgegenwärtig. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Die 13. Opern-Gala zugunsten des vor 150 Jahren gegründeten Kreisverbands Duisburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) war wieder ein voller Erfolg. In den vergangenen Jahren kamen 2,5 Millionen Euro zusammen. Von Ingo Hoddick

Der Duisburger Hafen wird in diesem Jahr 300 Jahre alt, der Kreisverband Duisburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 150 Jahre, und es war schon die 13. Opern-Gala der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und der Duisburger Philharmoniker zugunsten der hiesigen sozialen Arbeit des DRK, im wie immer fast vollen Theater Duisburg. Die Unglückszahl 13 brachte aber nur wenige Pannen mit sich - zum Beispiel sah es am Morgen des Veranstaltungstags noch so aus, als würde die erste Reihe kurzfristig leer bleiben, denn viele Ehrengäste mussten absagen, erkrankt waren beispielsweise Rheinopern-Intendant Prof. Christoph Meyer und Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel, doch die leeren Plätze konnten mit weiteren Spendern gefüllt werden. Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg als Stellvertreterin von DRK-Präsident Dr. rer. pol. h.c. Rudolf Seiters erzählte zur Begrüßung: "Ich bin heute um 10.50 Uhr in Berlin in den Zug gestiegen. Aber nicht, um kurz nach Beginn in Duisburg anzukommen... jetzt bin ich ja hier!"

Oberbürgermeister Sören Link meinte in seinem Grußwort, man könne die Musik und danach das Büffet mit gutem Gewissen kulinarisch genießen, denn das führe in diesem Fall zu mehr Teilhabe für alte, kranke, behinderte und auch geflüchtete Menschen. Die beiden DRK-Einrichtungen für schwerst-mehrfachbehinderte Kinder profitieren seit Jahren ebenso am finanziellen Erfolg der Opern-Gala wie zum Beispiel die DRK-Tagespflege, in der demenzerkrankte Menschen betreut werden. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Anschaffung einer neuen mobilen Einsatzleitstelle für das Ehrenamt. Ein solcher Wagen ist technisch hochwertig ausgestattet und insbesondere in Katastrophenfällen und bei Großeinsätzen unerlässlich.

Wie immer verzichteten die Mitwirkenden auf eine Gage - aber nicht darauf, ihr Herzblut in den Abend zu legen. Tobias Häusler moderierte die DRK-Opern-Gala zum dritten Mal nach 2009 und 2011. Inzwischen ist er von den NRW-Lokalradios zum WDR-Fernsehen gewechselt. Charmant und humorvoll war er auch diesmal, überspielte so seine kleinen Fehler, etwa wenn er die Duisburger Philharmoniker vorübergehend zu "Sinfonikern" degradierte und dem Titel der Oper "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni die letzte Silbe nahm. Souverän dirigiert von Rheinopern-Kapellmeister Lukas Beikircher, standen auf dem dreistündigen Programm 15 Nummern aus zehn Werken des Musiktheaters, so viele wie bei noch keiner früheren DRK-Opern-Gala, von der erzromantischen Ouvertüre zu der Oper "Oberon" von Carl Maria von Weber (1786-1826) bis zu dem ausgelassenen Ensemble-Hit "There's No Business Like Show Business" aus dem Musical "Annie Get Your Gun" von Irving Berlin (1888-1989).

Fünf Sängerinnen und vier Sänger trugen den vokalen Teil des besonderen Abends. Besonders bejubelt wurde der Bariton Bogdan Baciu, vor allem als Giuseppe Verdis "Macbeth".

Die gleichfalls aus Rumänien stammende Sopranistin Luiza Fatyol wagte sich bei dieser Veranstaltung erstmals als Violetta aus Verdis "La traviata" an die Öffentlichkeit, mit viel Erfolg.

Quelle: RP
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