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Nach Bürgerentscheid
Investor stoppt Planungen für Duisburger Outlet Center

Fotos: So sieht das ehemalige Güterbahnhofgelände aus
Fotos: So sieht das ehemalige Güterbahnhofgelände aus FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Duisburgs Bürger haben sich bei einem Bürgerentscheid gegen den geplanten Bau eines Outlet Centers am Bahnhof ausgesprochen. Nun hat der spanische Investor Neinver einen Stopp des Projekts angekündigt.

"Wir respektieren das Votum der Wähler", hieß es in einer am Montag verbreiteten Stellungnahme. Damit sei nun davon auszugehen, dass die Outlet-Entwicklung an anderen Standorten in der Region nun "umso intensiver" vorangetrieben werde, erklärte der Investor.

Bei dem Bürgerentscheid hatte am Sonntag eine knappe Mehrheit der Wähler für den Stopp des riesigen Projekts gestimmt. 51,09 Prozent stimmten dafür, dass der Grundsatzbeschluss des Rates der Stadt zur Realisierung des Projekts aufgehoben werden soll und die Einleitung von Bauleitplanverfahren unterbleibt. Das Lager der Befürworter unterlag mit 48,91 Prozent.

Das DOC mit zahlreichen Modegeschäften sollte auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in der Nähe der Innenstadt entstehen. Den Plänen nach sollte es das größte Outlet-Center in Deutschland mit rund 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche werden. Auf dem Gelände fand 2010 die Loveparade statt. In einem Gedränge starben damals 21 junge Menschen, mehr als 650 wurden verletzt.

In Duisburg wird nun diskutiert, wie es mit dem Areal weitergehen kann. Die Bürgerinitiative "Ja zu Duisburg - kein DOC" hat nach eigenen Angaben Kontakt zu einem Investor aufgenommen.

(sef/lnw)
 
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