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Duisburg
Nackenmassage und Dienstfahrrad für Mitarbeiter

Duisburg. Alarmiert durch den hohen Krankenstand fragte die Verwaltung die Mitarbeiter nach ihren Wünschen. Von Hildegard Chudobba

Ein hoher Krankenstand in einem Unternehmen kann ein Hinweis darauf sein, dass die Beschäftigten unzufrieden oder mit ihrer Tätigkeit überfordert sind. Bei der Stadtverwaltung lag die Quote im Jahr 2014 bei alarmierenden 8,6 Prozent. Auch aus diesem Grunde gab es daher im vergangenen Jahr eine Mitarbeiterbefragung, deren Ergebnis jetzt vorliegt. Acht Fragen gab es zu beantworten, bei denen es zum Beispiel um denkbare Überlastung oder Unterforderung ging, um die Akzeptanz durch Vorgesetzte, dem kollegialen Miteinander und um die Arbeitsplatzgestaltung. Von den rund 7000 Befragten antwortete nahezu jeder zweite, so dass das Ergebnis als repräsentativ gewertet werden kann. Mehr als 70 Prozent der Mitarbeiter gaben an, dass ihnen ihr Job mehr oder minder Freude macht. Und sogar mehr als 80 Prozent vertraten die Ansicht, mit ihrer Arbeit gut zurecht zu kommen. Auf der anderen Seite hält sich die Zahl derer die Waage, die sich durch ihre Arbeit überlastet fühlt bzw. nicht. Mehr als jeder Dritte ist der Auffassung, dass Arbeitsmenge, Zeitdruck und ständige Verfügbarkeit wichtige Faktore für den aktuellen Gesundheitszustand sind. Unterfordert fühlen sich rund 58 Prozent der Befragten. Überwiegend positive Bewertungen gab es bezüglich des Arbeitsklimas und der Wertschätzung durch den Arbeitgeber.

Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung unterbreitet die Stadt ihren Mitarbeitern reichlich. Nach deren Auffassung sollten aber die Angebote nur während der Arbeitszeit stattfinden und kostenlos sein. Lediglich bei "Betriebssport" gibt es die Bereitschaft, auch Freizeit und Geld zu investieren. Neben den vorhandenen Angeboten wünschen sich die Mitarbeiter unter anderem Massagen, Rückenschule und Physiotherapie. Eine zwischenzeitlich installierte Arbeitsgruppe hat bereits vorgeschlagen, Schulter- und Nackenmassagen anzubieten, die für die "Patienten" kostenpflichtig sein sollten. Sie hält es für angebracht, Dienstfahrräder zur Verfügung zu stellen und an Führungskräfte zu appellieren, Fortbildungsangebote zur Gesundheitsfürsorge zu unterstützen.

Quelle: RP
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