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Duisburg
Neuanfang für Eventmanager aus Afrika

Duisburg: Neuanfang für Eventmanager aus Afrika
Von links: Yamen Kaddour, Ogie Godfrey, Thierno Djiwo Bobo Diallo, David Lück und Pater Tobias. Über Praktikumsstellen soll die Integration der Flüchtlinge schneller gelingen. FOTO: Jörg Dannenberg
Duisburg. Das Projekt LebensWert in Neumühl hat drei Praktikumsstellen für Asylbewerber eingerichtet. Einer von ihnen ist Thierno Djiwo Bobo Diallo, studierter Informatiker aus Guinea.

Er ist bereits seit fünf Wochen im Büro des Projektes tätig. "Ich warte noch auf meine Abschlussdokumente von meinem Studium, die mir durch einen Bekannten aus meinem Heimatland zugeschickt werden sollen. Damit möchte ich ein weiteres Studium im Bereich Ingenieur in Deutschland beginnen", erzählt Diallo, der so schnell wie möglich die Deutsche Sprache erlernen will.

Ebenfalls Praktikant ist Ogie Godfrey. Er stammt aus Nigeria und war dort lange als Eventmanager tätig. "Hier kann ich meine Talente und das, was ich in meiner Heimat gelernt habe, einbringen. Wir bereiten gerade mit dem gesamten Praktikanten-Team die "Lebendige Krippe" vor, " so Godwin. Yamen Kaddour, der dritte im Bunde, musste aus Syrien fliehen und wohnt mit 80 weiteren Männern im "Camp" an der Usedeomstraße in Neumühl. Kaddour ist seit drei Jahren Anwalt, ein studierter Jurist. Er freut sich auf die Arbeit im Café "Offener Treff". Dort "gibt es ein tolles Team, das mich herzlich aufgenommen hat. Und ich kann jetzt schon meine erlernten Deutschkenntnisse bei den Gästen anwenden", so Kaddour. Er möchte, Deutschkenntnisse vorausgesetzt, auch hier in einem Juristen-Beruf arbeiten.

David Lück, der seit einigen Wochen sein Praktikum bis Ende April nächsten Jahres als Veranstaltungskaufmann absolviert, kümmert sich um das Veranstaltungsteam und lernt dadurch gleichzeitig, wie man führt und leitet.

Fünf weitere Asylbewerber aus dem Neumühler Camp wurden von LebensWert bereits in verschiedenen Unternehmen vermittelt - zwei in Oberhausen und zwei in Neumühl. Zwei weitere Praktikumsstellen werden in der kommenden Woche an einem Neumühler Unternehmer vermittelt.

"Die Chefs sind bislang alle sehr zufrieden. Morgens lernen die jungen Männer Deutsch und nachmittags gehen sie in den Unternehmen arbeiten, um dann Deutsch zu sprechen", so Pater Tobias, Der "Kopf" von Lebenswert.

Quelle: RP
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