| 00.00 Uhr

Duisburg
Neue Forschung zum Lkw-Verkehr

Duisburg. Das neue Forschungsprojekt Kompass Logistik Niederrhein soll beantworten, wie es mit dem Lkw-Verkehr in Duisburg und Umgebung läuft. Durchgeführt wird es von der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Die Autobahnen werden immer voller. In den letzten 25 Jahren hat sich der Güterverkehr auf der Straße verdoppelt. Ein zunehmendes Problem ist: Wo können die Fahrer samt Zugmaschine und Ladung sicher und ungestört ihre Ruhezeiten verbringen? Reichen die Parkplätze, und wie sind sie ausgestattet? Aber auch: Wie lassen sich Wartezeiten durch bessere Planung und Steuerung der Verkehre vermeiden? Ein offenes Ohr für dieses Konzept hatte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, der ihnen jetzt den Bewilligungsbescheid in Höhe von 170.000 Euro überreichte. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). IHK-Präsident Burkhard Landers betonte bei der Übergabe, dass man bereits zahlreiche Unternehmen als Projektpartner gewonnen habe: "Die Zusammenarbeit von Logistikdienstleistern, der verladenden Industrie und den Kommunen hat Beispielcharakter. Die ruhenden Verkehre sind für alle beteiligten Akteure eine Herausforderung - deswegen gehen wir sie gemeinsam an." Der Niederrhein hat als Logistikstandort internationale Ausstrahlungs- und Anziehungskraft. Die Straßeninfrastruktur mit ihren zahlreichen Autobahnanschlüssen in alle Richtungen ist das Rückgrat des Verkehrssystems. Sie wird von immer mehr Speditionen aus aller Welt genutzt, deren Fahrer auch hin und wieder über das Wochenende bleiben.

Das Projekt wird daher den Dialog mit den Unternehmen suchen, um die Situation der Lkw-Fahrer zu verbessern. Sie benötigen Parkplätze, die täglich 24 Stunden angefahren werden können, am besten mit Toiletten- und Duschanlagen. Noch offen sind allerdings Fragen wie diese: Können notwendige Warte- und Ruhezeiten vermieden werden durch bessere Absprache zwischen den Unternehmen oder wie lassen sich unvermeidbare Pausen für alle Beteiligten sicher und sozial gestalten?

Deshalb soll im Forschungsprojekt zunächst zwischen Kommunen, Unternehmen und Dienstleistern geklärt werden, wie die Ausgangslage ist und mit welchem Bedarf zu rechnen ist. Dann werden Lösungsvorschläge ausgearbeitet, Kapazitätsbedarfe und Serviceangebote geklärt sowie Umsetzungskonzepte erarbeitet. Am Ende soll ein konkreter Handlungsplan stehen, wie die Situation des ruhenden Verkehrs verbessert werden kann. Management und Durchführung der einjährigen Untersuchung übernimmt das Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der UDE.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Duisburg: Neue Forschung zum Lkw-Verkehr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.