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Duisburg
Neue Gesichter im Kreissynodalvorstand

Duisburg. Beide kennen die evangelische Kirche in Duisburg ganz genau. Auch aufgrund dieses Erfahrungsschatzes wurden Ralf Drückes und Ulrich Schmitz im Juni von der Synode, dem Kirchenparlament des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, in den Kreissynodalvorstand (KSV) gewählt. Nun führte Superintendent Armin Schneider beide in einem Gottesdienst in der Kapelle des Fahrner Krankenhauses offiziell in ihr Amt ein. Im KSV arbeiten Theologen und Laien, die Älteste genannt werden, gleichberechtigt miteinander. Für Superintendent Schneider ist eine Stärke im protestantischen Kirchenverständnis die Leitung von Kirche durch Nicht-Theologen und Theologen auf gleicher Augenhöhe. Gerade die spezifischen beruflichen Kompetenzen, welche die sogenannten Laien in die Leitung der Kirche einbringen, bezeichnet er als "den Reichtum unserer Kirche." Ralf Drückes, Jahrgang 1964, ist von Beruf Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie und Lehrer für Berufe im Gesundheitswesen. Er arbeitet als Qualitäts-, Risiko- und Projektmanager am Krankenhaus Bethanien in Moers. Seit 2004 ist er Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis und dort seit 2014 Vorsitzender des Presbyteriums. Zudem arbeitet er in vielen kirchlichen Ausschüssen mit. An der Arbeit im Kreissynodalvorstand reizen ihn die Gestaltungsmöglichkeiten, wobei ihn Themen wie Personal, Gebäudefragen und Finanzen besonders interessieren. Wichtig ist ihm auch in diesem Gremium Zielorientierung und Nachhaltigkeit. Diplom-Pädagoge Ulrich Schmitz war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor wenigen Monaten im Hauptberuf insgesamt 37 Jahre in der evangelischen Kirche in Duisburg als Leiter des ehemaligen Familienbildungswerkes tätig. Er will sein erworbenes Wissen, seine Kenntnisse und Erfahrungen von kirchlichem Leben und kirchlichen Strukturen im Ehrenamt für "seine" evangelische Kirche in Duisburg einbringen. Am Herzen liegt ihm dabei die Mitarbeit an der geplanten Strukturreform im Rahmen der Regionalisierungsprozesse sowie "Aufbau und Umsetzung eines konstruktiven und kritischen Dialogs zwischen den Organen und Gremien der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises."

Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis. Sie ist vergleichbar mit einem Parlament auf politischer Ebene. Die Kreissynode setzt sich zusammen aus Pfarrerinnen und Pfarrerinnen und gewählten Presbyterinnen und Presbyter, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte entsandt werden, sowie berufenen Mitgliedern. Der Kreissynodalvorstand leitet den Kirchenkreis im Auftrag der Kreissynode. Der KSV sorgt für die Ausführung der Beschlüsse der Kreissynode und berichtet ihr über seine Tätigkeit, berät die Gemeinden, leitet die kreiskirchlichen Einrichtungen und sorgt für eine ordnungsgemäße Verwaltung des Kirchenkreises. Vorsitzender der Synode sowie des KSV ist der Superintendent. Er repräsentiert den Evangelischen Kirchenkreis in der Öffentlichkeit und ist Dienstvorgesetzter der evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Mitarbeitenden des Kirchenkreises. Zum neunköpfigen Kreissynodalvorstand gehören außer dem Superintendenten acht weitere Vorstandsmitglieder, von denen zwei aus dem Pfarramt kommen. Die sechs so genannten Synodalältesten sind ehrenamtliche Leitungsmitglieder, die kein Pfarramt ausüben. Die Amtszeit beträgt acht Jahre, alle vier Jahre wird die Hälfte der Positionen neu gewählt.

Quelle: RP
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