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Duisburg
Neue Landesunterkunft im Röttgersbach

Duisburg: Neue Landesunterkunft im Röttgersbach
Die Sporthalle an der Oberen Holtener Straße 42 in Röttgersbach. FOTO: Reichwein
Duisburg. Die Sporthalle an der Oberen Holtener Straße im Röttgersbach ist ab sofort Unterkunft für Flüchtlinge. Betrieben wird sie durch das Land. Schon heute Abend könnten die ersten Asylbewerber ankommen. Von Sandra Kaiser

Nach diversen eilig anberaumten Krisensitzungen ist die Stadt Duisburg fündig geworden: Die Turnhalle an der Oberen Holtener Straße 42 im Röttgersbach wird ab sofort zur Notunterkunft. Das teilte die Stadt gestern Nachmittag mit. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte am Montag wie berichtet erneut kurzfristig um Amtshilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen gebeten. Die Stadt hatte daraufhin mit Hochdruck nach einer weiteren Notunterkunft für 300 Flüchtlinge gesucht.

Gestern gab es schon erste vorbereitende Arbeiten in der Sporthalle. Die Tore standen aber beispielsweise noch. FOTO: Christoph Reichwein (crei)

Die Turnhalle, so die gestrige Mitteilung, werde mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer hergerichtet - genau wie im Falle der Hochheider Glückauf-Halle Anfang vergangener Woche. Auch da hatte die Stadt erst wenige Tage zuvor eine Anfrage aus Düsseldorf bekommen, und auch da hatte sie ganz spontan reagieren und nach einer Unterkunft suchen müssen. Die Sport- und Veranstaltungshalle in Hochheide war dann innerhalb weniger Stunden mit Feldbetten versehen worden, und noch am selben Abend waren die ersten Flüchtlinge mit Bussen angekommen.

So wird es wohl auch jetzt sein. Bereits heute Abend könnten die ersten Flüchtlinge in der Sporthalle im Röttgersbach untergebracht werden, hieß es gestern. Betrieben, so die Stadt, werde die neue Notunterkunft durch das Land.

Aus dem Bunker unter dem König-Heinrich-Platz schleppten THW-Mitarbeiter gestern Feldbetten nach draußen und brachten sie zum Röttgersbach. FOTO: hch

Oberbürgermeister Sören Link dankte gestern schon einmal allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz: "Ich kann den vielen Helfern nicht genug danken. Ohne diese tatkräftige Unterstützung wäre eine Herrichtung der Notunterkunft in so kurzer Zeit nicht möglich", sagte er.

Heute will Sozialdezernent Reinhold Spaniel die Presse vor Ort über Details in Kenntnis setzen.

Quelle: RP
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