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Duisburg
Neuer Blitzer und ein Sperrbezirk

Duisburg: Neuer Blitzer und ein Sperrbezirk
Ein Teil des Angerbogens ist bereits bebaut, im kommenden Jahr könnte es auf dem noch freien Gelände Richtung Osten weitergehen. FOTO: Christoph Reichwein (REI)
Duisburg. Das Jahr hat für mehr Ordnung auf den Straßen im Süden gesorgt: In Ehingen wurde Prostitution verboten, auf der B 288 eine Radaranlage installiert. Auch bei Bauprojekten tut sich etwas. Von Monique de Cleur

Die explosivste Nachricht des Jahres 2015 war sicherlich eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, wegen der beinahe das St.-Anna-Krankenhaus hätte evakuiert werden müssen - letztlich reichte es, dass 1645 Menschen ihre Wohnungen vorübergehend verließen, bis der Blindgänger entschärft war. Wir haben aufs Jahr zurückgeblickt und die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst.

Große Teile des Duisburger Südens sind in diesem Jahr zum Sperrbezirk erklärt worden. 2014 hatte sich ein Straßenstrich in Ehingen etabliert. Der gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Lange Zeit hatten sich die Anwohner über die Prostituierten beschwert.

Kaum verlegt, musste das Pflaster vor dem Großenbaumer Bahnhof bereits erneuert werden. Jetzt bedeckt eine Asphaltschicht den Straßenbereich.

Auf der B 288 sollen nun Raser durch eine fest installierte Radaranlage kurz vor Mündelheim ausgebremst werden. Mitte Dezember wurde sie scharf geschaltet. Auch hier waren jahrelange Beschwerden vorausgegangen, die bei jedem schweren Unfall auf dieser Bundesstraße neue Nahrung bekamen.

Immer wieder beschäftigt hat das neue Bodenschutzgebiet. Es betrifft bis auf Mündelheim, Ungelsheim, Rahm und Serm alle Stadtteile im Bezirk Süd: Gemüseanbau ist wegen durch Blei und Cadmium belastete Böden dort nur noch unter Auflagen erlaubt.

Einer der schwerster Unfälle (mit vier Toten) ereignete sich im Mai auf der B288. FOTO: RP-Archiv

Mit dem Projekt Duisburg 2027 wurden in diesem Jahr in zahlreichen Stadtteilen des Südens die Signale für neue Projekte gestellt. So soll zum Beispiel der Angerbogen bebaut werden, auf dem bereits in den 70er Jahren eine Hochhaussiedlung entstehen sollte. Hoch hinaus wird es dort nicht mehr gehen. Stattdessen will die Stadt das attraktive Gelände nutzen, um dort einkommensstärkeren Bauwilligen dabei zu helfen, den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. In anderen Stadtteilen des Duisburger Südens wird "nachverdichtet" (Baulücken geschlossen), werden naturnahe Flächen in solche für Wohnbebauung oder Gewerbe umgewidmet. Auch dies sind Inhalte von Duisburg 2027, dem neuen Flächennutzungsplan der Stadt.

Drei lange geplante Projekte sind umgesetzt worden bzw. haben begonnen: Nach 15-monatiger Bauzeit ist mit Tor 2 die neue Zufahrt aufs HKM-Gelände in Betrieb gegangen. Für den neuen Haupteingang wurden 1,7 Millionen Euro verbaut. Das Wackelpflaster vor dem Bahnhofsvorplatz Großenbaum wurde durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Und die Sanierung des Karl-Harzig-Parks ist gestartet.

Quelle: RP
 
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