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Duisburg
Neuer Zeitplan für das XXL-Bad

Duisburg. Duisburg-Sport spricht von "wesentlichen Fortschritten". Der Durchbruch wird aber nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Von Martin Ahlers

Die Zielmarke Sommer 2016, die sich Stadt und Investor Sven Pirdzun für den Durchbruch bei den Verhandlungen über den Bau des XXL-Bades im Duisburger Süden gesetzt hatten, ist nicht mehr zu halten. Letzte gutachterliche Untersuchungen stehen noch aus. In weiteren Verhandlungsrunden habe man aber in den vergangenen Wochen wesentliche Fortschritte erzielt, betont Jürgen Dietz, der Betriebsleiter von Duisburg-Sport und städtischer Verhandlungsführer: "Das Ziel bleibt: Wasser, in dem man schwimmen kann."

Zur Erinnerung: Pirdzun, der auch das XXL-Sportcenter am Neuen Angerbach in Hüttenheim betreibt, will eine städtische Fläche erwerben, um dort eine Schwimmhalle mit zwei getrennten 25-Meter-Becken zu errichten. Außerdem plant er eine zweite, 50 x 40 Meter große Halle, in der zehn bis zu 13 Meter hohe Rutschen mit bis zu 140 Meter langen Röhren stehen sollen. Diese Anlage soll Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus anziehen.

Bauen und betreiben will Pirdzun das Bad mit einem in diesem Metier erfahrenen Partner. In der Schwimmhalle der privat betriebenen Anlage will die Stadt ihrerseits Zeiten für Schul- und Vereinssport sowie für das Bürgerschwimmen anmieten, quasi als Ersatz für die geschlossenen Stadt-Bäder.

Seit der Stadtrat dem Vorhaben im Grundsatz bereits im Februar 2015 zugestimmt hat, wird verhandelt: über Betreiberkonzepte und vertragliche Vereinbarungen, bei der die Stadt auch eine Absicherung für den Insolvenzfall im Blick hat. Die beiden Alt-Hallenbäder in Wanheim/Buchholz (Düsseldorfer Straße) und Großenbaum werden heute vom Stadtsportbund betrieben.

Indem nun Bauleitplanverfahren und Verhandlungen parallel betrieben werden, versuche man den Vertragsabschluss zu beschleunigen, betont Dietz. Beibringen muss der Investor noch ein Gutachten nach Störfallverordnung. Zu betrachten ist dabei, welche Auswirkung ein Unfall bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) auf die Badegäste haben könnte.

Dass es nebenan bereits ein Sportcenter gibt, spielt keine Rolle. Ein Neubau ist laut Gesetz gesondert zu betrachten. Eine ähnliche Konstellation verhinderte unter anderem die Ansiedlung des Factory-Outlets (FOC)in Hamborn gegenüber von Grillo. "Ich sehe das allerdings entspannt", so Dietz. Geplant sei eine geschlossene Rutschenhalle. Auch die Röhren, die teilweise außen am Baukörper vorbei geführt werden, seien geschlossen.

Problematischer ist da schon der Verkehr, für den ein weiteres Gutachten erforderlich ist. Um die Straße "Am neuen Angerbach", den Zugang zum Ortsteil Ungelsheim, gab es zuletzt immer wieder Ärger, allerdings wegen des Elternverkehrs an der englischen Schule. Auch die Kreuzung mit der Mündelheimer Straße muss möglicherweise ausgebaut werden, um weiteren Verkehr aufzunehmen zu können. Das ändere aber nichts an der Haltung, "das Projekt positiv voranzubringen". In der ersten Ratssitzung nach den Ferien, spätestens aber im kommenden November, wolle man dem Rat Ergebnisse präsentieren.

Quelle: RP
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