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Nicht genug Nachdruck

Duisburg. Marientorumbau - ein Dauerthema. Der Stadt allein jetzt den Vorwurf zu machen, dass hier nicht längst den vielen Worten auch Taten folgten, greift zu kurz. Ein Umbau hätte schon vor zehn, 20 oder gar 30 Jahren zwingend passieren müssen. An dieser Stelle zwischen Hochfeld und der Innenstadt führen derart viele (viel zu schmale) Straßen mit stetig wachsendem Verkehr zusammen, gibt es jede Menge Eigentumsrechte zu berücksichtigen, dass es keine einfache Lösung geben kann. Auch das ist lange bekannt. Vorwerfen kann man aktuell der Stadt und der Politik allenfalls, dass sie den unumgänglichen Umbau in den vergangenen fünf bis zehn Jahren nicht mit genug Nachdruck vorangetrieben und unsere Landtags- und Bundestagabgeordneten nicht hartnäckig genug bedrängt haben, für Fördermittel zu sorgen. Dass die Hochbrücke am Ende ist, dass wissen wir doch nicht erst seit gestern.

Die neuen Umbaupläne der Stadt sind grob gesagt wie die alten, über die viel geredet wurde, ohne dass was passierte. Selbst wenn jetzt Beschlüsse getroffen und Geld für den Umbau "organisiert" wird, das Marientor-Chaos wird noch ein paar Jahre andauern.

Die angekündigte Sperrung der Hochbrücke wird dieses verstärken. Noch hat die Stadt keinen Termin genannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der ganz kurzfristig bekannt gegeben wird. Stellen wir uns also schon mal drauf ein!

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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