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Duisburg
Nur nicht den (Über-)Blick verlieren

Duisburg: Nur nicht den (Über-)Blick verlieren
Das Feuerwerk ist stets der Höhepunkt des Hafenfestes. FOTO: Crei
Duisburg. Ab heute und übers Wochenende ist in unserer Stadt eine Menge los. Im Hafen wird groß der 300. Geburtstag gefeiert, und am Sonntag wird der Rhein-Ruhr-Marathon für Behinderungen sorgen. Von Hildegard Chudobba

Um es gleich vorweg zu sagen: Mit dem Auto am heutigen Abend nach Ruhrort zu fahren, das ist keine gute Idee. Schon zu normalen Zeiten sind im Hafenstadtteil die Parkplätze knapp. Aber wenn Ruhrort gegen 23 Uhr quasi in Flammen steht, dann gilt das in besonderem Maße. Heute Abend wird die Hafenmeile wieder ins bunte Feuerwerklicht gehüllt. Bis Montag feiert der Stadtteil sich selbst und den 300. Hafengeburtstag. Wer dabei sein will, dem sei empfohlen, sich von der DVG dorthin bringen zu lassen. Duisburgs Verkehrsgesellschaft wird auf den Bus- und Bahnlinien von und nach Ruhrort mehr Fahrzeuge als üblich einsetzen. Wer sich den genauen Sonder-Fahrplan anschauen will, der findet Informationen auf der Internetseite des Unternehmens unter www.dvg-duisburg.de.

Doch von welcher Stelle in Ruhrort sieht man das mit Musik von Radio DU untermalte Feuerwerk am besten? Angenommen, dass heute Abend der Regen abgezogen ist und es trocken bleibt, was vor allem für all jene Schaulustigen wichtig ist, die sich keine Karten auf einem der "Ausflugsdampfer" gekauft haben. Die Passagierschiffe fahren bekanntlich im Konvoi auf die nördliche Seite der Friedrich-Ebert-Brücke, was schon ein sicherer Hinweis darauf ist, dass dort das Lichterspektakel auch vom Ufer aus am besten zu sehen ist. Auf der Mühlenweide und dann entlang der Rheinfront in Richtung Laar dürfte einem keine Rakete entgehen.

Südlich der Brücke ist die Sicht nur unwesentlich schlechter, weil die meisten Feuerwerkskörper ihre volle Pracht ohnehin erst hoch am Himmel entfalten. Erfahrungsgemäß wird es unterhalb der Schifferbörse ziemlich voll. Wer dabei sein will, sollte nicht auf den "letzten Drücker" kommen. Die Wartezeit wird sicherlich nicht lang. Denn überall im Stadtteil, ob in Kneipen und Cafés, auf der Kirmes an der Mühlenweide oder vor den Bühnen kann man mitfeiern. Vielleicht nutzt der eine oder andere aber auch die Zeit, sich den "Poseidon" von Lüpertz auf der Mercatorinsel mal anzuschauen.

Dass das Hafenfest in diesem Jahr bereits Anfang Juni und nicht wie sonst im August stattfindet, hat einen einfachen Grund: Auf diesem Weg wird der zeitliche Abstand zwischen den unterschiedlichen Jubiläums-Veranstaltungen von duisport größer. Später im Monat wäre es zu "Kollisionen" mit der Fußball-EM gekommen. Und im Juli sind Sommerferien. Im September schließlich gibt es auf der Mercatorinsel die Jubiläumsgala mit einem Mitarbeiterfest am Tag danach.

Am Sonntag wird es in Ruhrort vielleicht etwas weniger voll, aber dann bestimmt im wahrsten Sinne des Wortes der Rhein-Ruhr-Marathon, wo es lang geht. Die Strecke führt bekanntlich quer durchs Stadtgebiet, so dass es überall zu Behinderungen durch Absperrungen kommen kann. Entlang der Route wird es hier und dort Stadtteilfeste geben, so zum Beispiel in Wedau auf der Neidenburger Straße. Die besten Läufer benötigen für die Strecke zwar nur gute zwei Stunden, aber bis auch die letzten im Ziel am Stadion angekommen sind, wird es früher Nachmittag sein. Die Anwohner an der Strecke wissen es seit Jahren, dass sie an diesem Tag nicht vor der Türe parken können und möglicherweise aus ihrem Wohnviertel mit dem Auto nur über Umwege kommen. Die Sperrungen gelten von 6.30 Uhr bis etwa 15 Uhr. Der Linienverkehr der DVG wird nach einem Sonderfahrplan umgeleitet, weil zum Beispiel die Kruppstraße dicht sein wird. Über (legale) Schleichwege für die Autofahrer informiert die Webseite Rhein-Ruhr-Marathon.de.

Zudem hilft im Zweifelsfall die Hotline der Stadt unter der Telefonnummer 0203 2836601 weiter. Am Samstag, 4. Juni, von 10 bis 14 Uhr, und am Sonntag, 5. Juni, von 7 bis 14 Uhr, ist sie unter 0203 3000-826 erreichbar.

Quelle: RP
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