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Unsere woche
Nur wegen des Geldes

Duisburg. Beim Thema Integration scheinen sich die etablierten Parteien in Duisburg schwer zu tun. Lediglich die CDU äußerte sich in dieser Woche und kritisierte das Verhalten der Mitglieder des Integrationsausschusses, die an der Erklärung zur Resolution des Deutschen Bundestages festhielten. Vor allem von der Fraktion Junges Duisburg/DAL hätte man allerdings eine Erklärung erwartet, verließ doch deren DAL-Mitglied vor der Abstimmung den Saal, nachdem er bekanntlich damals den Antrag für diesen Beschluss im Integrationsausschuss gestellt hatte. Dass die Jung-Politiker und der türkischstämmige DAL-Mann noch gemeinsam eine Fraktion bilden, geschieht wohl ausschließlich aus finanziellen Gründen. Denn ohne ihn wäre Junges Duisburg nur eine Zwei-Mann-Truppe im Rat und müsste auf erhebliche Zuwendungen verzichten.

Gute Nachrichten gab es in dieser Woche aus dem Hause der GEBAG. Sie hat die Wende offenbar geschafft und muss sich mit dem Thema Insolvenz nicht mehr beschäftigen. Dass die Gesellschaft nun die Entwicklung der großen Neubauflächen in unserer Stadt übernimmt, wird den mit reichlich Arbeit ausgestatteten Planungsdezernenten entlasten. Die neue Aufgabenverteilung kann aber auch ein versteckter Hinweis darauf sein, dass man ihm eine zeitnahe Bearbeitung dieses für die Stadtentwicklung herausragenden Themas nicht mehr zutraut. Egal: Wichtig ist das Ergebnis.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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