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Rp-Opernscouts
Opernscouts: Etwas verwirrend, aber erfrischend

Julia Kulig hatte, wie auch die anderen Opernscouts, zuvor noch niemals "Ariadne auf Naxos" im Theater gesehen. Sie fand die Idee toll, wie Hugo von Hofmannsthal als Autor und und Richard Strauss als Komponist die Handlungsstränge miteinander verwoben haben. Etwas kurios fand sie, dass sie selber den Zwischenteil etwas langweilig fand und damit genau das beanstandete, was die Komödianten im Stück selber sagten. Dennochwar es für sie ein toller Abend.

Ralf Kreiten gefiel an der Aufführung besonders die ironisch gebrochene Verknüpfung von Bühnenwelt und wirklicher Welt. Die Übergänge seien in der überaus gelungenen Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf gut gemeistert worden. Nicht zuletzt gefiel ihm die im Stück geäußerte Kritik, dass derjenige, der das Geld hat, über das, was auf der Bühne gezeigt wird, bestimmen möchte. Da sei die vor 100 Jahren aufgeführte Oper heute genauso aktuell wie damals.

Dr. Birgit Idelberger hob besonders die sängerischen Leistungen hervor. Das sei einfach Spitzenklasse. Die von Strauss komponierten Melodien hätten sie weniger mitgerissen als die unglaublich guten Stimmen. Heidi Elisabeth Meier als Zerbinetta, Karine Babajanyan als Primadonna/ Ariadne, Corby Welch als Tenor/ Bacchus und auch die eher kleineren Rollen seien durchweg überzeugend gewesen. Fasziniert war sie auch von der Bühnengestaltung.

Christoph Grätz war nach der Aufführung begeistert und erschöpft zugleich. Auch er lobte in den höchsten Tönen die Leistungen der Sängerinnen und Sänger. Etwas Schwierigkeiten hatte er mit den verschiedenen Handlungsebenen, die ihn anfangs fasziniert hätten, die ihren Reiz im Laufe des Abends jedoch ein wenig verloren hätten, weil sich der Effekt abgenutzt habe. Das könne aber auch daran gelegen habe, dass die Oper während der Woche aufgeführt worden sei.

Dr. Kathrin Pilger fand die "untypische" Oper anfangs etwas verwirrend, aber durchweg erfrischend. Man musste sich auf den verworrenen Ariadne-Faden schon einlassen können. Wie auch den anderen Opernscouts gefiel ihr, dass das Publikum den Sängern seh nah war, da der Operngraben zugebaut war. Schön sei auch, dass man das Orchester auf der Bühne sehen kann. Die Inszenierung sei voller Überraschungen und beeindruckend.

Text: Peter Klucken/ Fotos: Archiv

Quelle: RP
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