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Duisburg
Opernscouts: Unterhaltsamer Opernabend

Duisburg: Opernscouts: Unterhaltsamer Opernabend
Birgit Idelberger.
Duisburg. Die Opernscouts, die auf Einladung der Rheinoper und der Rheinischen Post die Premiere besucht hatten, zeigten sich nach der Vorstellung entspannt. Von Peter Klucken

Allerdings fand Birgit Idelberger den Opernabend inhaltlich ziemlich "schräg" und "natürlich absolut unglaubwürdig". Irgendwie sei die Geschichte der übergroßen Liebe des Tölpels Nemorino zur abweisenden Adina nicht nachvollziehbar. Und als Gynäkologin müsse sie, so Dr. med. Idelberger scherzend, darauf hinweisen, dass man Wehen mit beschwichtigenden Gesten nicht aufhalten könne...

Rouven Kasten empfand den "Liebestrank" wie Popcorn-Theater, was er aber nicht negativ verstanden wissen wollte. Vielmehr habe er sich gut unterhalten gefühlt. Joan Anton Rechi habe das Stück leichtfüßig und einfallsreich inszeniert. Dieser Opernabend sei genau das Richtige, wenn man mal keine schwere Kost im Theater erleben und sich unterhalten lassen möchte. Auch fand er die Liebesgeschichte zwischen dem naiven Nemorino und Adina rührend, ja sogar romantisch.

Kathrin Pilger meinte im Tischgespräch unmittelbar nach der Vorstellung, dass man die "Liebestrank"-Geschichte nicht so ernst nehmen dürfe. Die Figuren seien bewusst überzeichnet worden. Vielleicht habe der Regisseur da bisweilen des Guten sogar zuviel gewollt. Die Sahnetorten in den Gesichtern von Nemorino und Belcore seien reiner Slapstick. Einig waren sich die Opernscouts in der Bewertung des Bühnenbilds: Das sei fantastisch! Die vielen Gläser, die dank der Beleuchtung eine unterschiedliche Wirkung haben, seien ein grandioser Einfall. Großes Lob galt dem Ensemble: Luiza Fatyol als Adina habe wunderschön gesungen und darüber hinaus ihre Rolle gut gespielt. Auch Laimonas Pautienius als gockelhafter Belcore, Bruno Balmelli als urkomischer Scharlatan sowie Anna Tsartsidze als hochschwangere und gleichwohl trinkfreudige Braut Giannetta hätten den Applaus des Publikums verdient. Unüberhörbar sei gewesen, dass Georgy Vasiliev (Nemorino) ausgerechnet bei der berühmten Tränenarie einen Frosch im Hals hatte. Dabei verfüge der Tenor, der wie auch Luiza Fatyol zum ersten Mal eine Hauptrolle bei der Rheinoper hat, ansonsten über eine sehr schöne Stimme.

Ausführliche Scout-Kommentare demnächst unter www.opernscouts-operamrhein.com

Quelle: RP
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