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Duisburg
Opernscouts von "Figaro" begeistert
Duisburg: Opernscouts von "Figaro" begeistert
Marta Márquez (Marcellina) und Sami Luttinen (Bartolo) bei der Premiere von Mozarts Oper "Le nozze di Figaro", FOTO: HANS JÖRG MICHEL/Dor
Duisburg. Die neuen RP-Opernscouts waren im Duisburger Theater in der Premiere der Mozart-Oper "Le nozze di Figaro" ("Figaros Hochzeit") und begeistert, vor allem von der musikalischen Leistung. Von Ingo Hoddick

Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg brachte am Samstagabend die Oper "Le nozze die Figaro" ("Figaros Hochzeit") von Wolfgang Amadeus Mozart in ihrem Duisburger Haus zur Premiere. Dabei waren neben RP-Kritiker Wolfram Goertz (siehe überregionale Kulturseite) auch die neuen RP-Opernscouts: kulturinteressierte Menschen ohne größere Opernerfahrung, die ihre unvoreingenommene und subjektive Meinung dazu geben dürfen.

Unmittelbar nach der dreieinhalbstündigen Vorstellung waren fast alle noch sehr beeindruckt, besonders von der enormen musikalischen, aber auch darstellerischen Leistung der Sängerinnen und Sänger beziehungsweise des Orchesters. Besonders gefiel den Opernscouts die scheinbare Leichtigkeit, die aber zugleich durch die ungeheure und nicht nachlassende Intensität über einen so langen Zeitraum auch für Laien ersichtlich eine große Anforderung darstellt. Positiv wurde auch hervorgehoben, dass viele der Sängerdarsteller so jung waren, wie es ihr Rollenprofil vorgibt.

Nicht ganz so einhellig war die Meinung über die Inszenierung. Auf der einen Seite waren viele geradezu erleichtert, dass Michael Hampe den "Figaro" nicht aktualisierend auf die Bühne gebracht und nicht in ein modernes Setting gesteckt hatte. Den meisten gefielen die Gesten, welche die Musik verdeutlichen und oft komische Pointen setzen. Auch das Bühnenbild von German Droghetti, das im Laufe der vier Akte an Farben zunimmt und schließlich in einem üppigen Gartenbild gipfelt, fand viel Zuspruch.

Einigen Opernscouts war die Inszenierung freilich nicht originell genug. Das waren allerdings überwiegend die gleichen, die sowieso keine Mozart-Fans sind und denen so eine Komische Oper nicht opulent und dramatisch genug ist. Da sprang der Funke nicht über – es gibt im "Figaro" ja auch keine Toten.

Quelle: RP
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