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Duisburg
Orgelfestival Ruhr durch Star-Organistin Parker-Smith eröffnet

Duisburg. Jedes Jahr wird das Orgelfestival Ruhr in der Duisburger Salvatorkirche eröffnet. Jetzt gastierte zu diesem Zweck die britische Star-Organistin Jane Parker-Smith mit einem spätromantisch geprägten Programm. Ein Schwerpunkt liegt 2016 auf Werken des vor 100 Jahren gestorbenen Max Reger. Von Ingo Hoddick

Zu Beginn erfreute die frühe und dankbare Phantasie und Fuge D-Dur op. 39b von Regers Leipziger Konkurrenten Sigfrid Karg-Elert (1877-1933). Dann kam das stille "La Nativité" (Weihnachten) aus den "Poèmes evangéliques" op. 2 von Jean Langlais (1907-1991), bei dem Parker-Smith unter anderem studierte. Reger widmete seinen "Dankpsalm" op. 145 Nr. 2 im Ersten Weltkrieg "Dem deutschen Heere", er zitiert darin die Choräle "Was Gott tut, das ist wohlgetan" und "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren". Es fiel selbst dieser erstklassigen Organistin schwer, dieses Werk klar darzustellen, obwohl sie eine hörbar gute Beziehung zur Kuhn-Orgel der Salvatorkirche entwickelt hatte. Viel leichter "verdaulich" wirkten dann der "Rumba sur les grands jeux" von dem 1962 geborenen Pierre Cholley sowie "Introduction, Passacaglia and Fugue" von dem Kanadier Healey Willan (1880-1968), mit gut einer Viertelstunde Spieldauer das längste Stück des frühen Abends. Regers bekanntes "Benedictus" op. 59 Nr. 9 hatte hier keine falsche Sentimentalität und das Finale aus der Symphonie Nr. 7 a-Moll op. 42 Nr. 3 von Charles-Marie Widor (1844-1937) die nötige Pracht. Da bekam das zufriedene Publikum noch eine virtuose Zugabe.

Traditionsgemäß gibt Salvatorkantor Marcus Strümpe das für Duisburg letzte Konzert des Orgelfestivals Ruhr, diesmal am Sonntag, 21. August, um 18 Uhr. Es erklingen Werke von Richard Wagner (Vorspiel zu "Parsifal", in der Transkription von Karg-Elert), Franz Liszt (Liebestraum As-Dur, Transkription von Louis Falk), Johann Sebastian Bach (Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903), Wolfgang Amadeus Mozart (Andante F-Dur KV 616) Zsolt Gárdonyi (Mozart-Changes) und Reger (Sonate Nr. 2 d-Moll op. 60). Der Eintritt kostet zehn Euro, Schüler und Studenten frei. Der Spieltisch wird per Video ins Kirchenschiff übertragen, um 17.45 Uhr gibt es eine Einführung.

Quelle: RP
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