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Duisburg
Oscarpreisträger demonstriert gegen Delfinhaltung

Die Welt der Duisburger Delfine
Die Welt der Duisburger Delfine FOTO: Andreas Probst
Duisburg. Die Delfinhaltung im Duisburger Zoo ist den Tierschützern seit Langem ein Dorn im Auge. Am Freitag erhalten sie prominente Unterstützung. "Flipper"-Trainer und Oscarpreisträger Richard O'Barry will mit den Aktivisten für die Schließung des Delfinariums demonstrieren.

Am Nachmittag treffen sich die Tierschützer gemeinsam mit Richard O'Barry vor dem Duisburger Zoo, um für eine Schließung des Delfinariums zu demonstrieren. O'Barry war selbst Delfintrainer und brachte unter anderem "Flipper" Tricks bei. Er erhielt im Jahr 2010 den Hollywood-Oscar für den Öko-Thriller "Die Bucht". Im November 2011 wurde OBarry mit dem Bambi-Medienpreis in der Kategorie "Unsere Erde" ausgezeichnet. 1991 erhielt OBarry den Umweltpreis der Vereinten Nationen (UNEP) für "seinen Einsatz zum Schutz der Umwelt".

Richard OBarry unterstützt bereits seit Jahren die deutsche Delfinschutz-Organisation WDSF und deren politische Forderungen zur Gesetzesänderung für ein Delfin-Import- und Haltungsverbot. Trotz einer schriftlichen Zusage des NRW-Umweltministers Johannes Remmel gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller aus dem Jahr 2010 bezogen auf die beiden NRW-Delfinarien, die "Dressur von Delfinen zu beenden, eine stärkere Überwachung einführen und die Haltungsformen zu verschärfen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen und unter diesen Umständen in diesem Zusammenhang dann zu prüfen, inwieweit die Haltung von Delfinen in Zoos beendet werden kann", sei politisch gar nichts passiert, bemängelt Ortmüller.

Über 50.000 Anti-Delfinarien-Flyer haben WDSF-Helfer seit Oktober 2010 vor dem Duisburger Zoo an die Besucher verteilt. Die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit der Delfinschützer und der Kinofilm "Die Bucht", der jetzt auch im deutschen Fernsehen gezeigt wurde, tragen offenbar zu einem Umdenken bei den Zoo-Besuchern bei.

Der Zoo Duisburg musste in 2010 einen Rückgang von 140.000 Besuchern hinnehmen. Die Aufdeckung von Haltungsmängeln durch das WDSF im Delfinarium des Allwetterzoo-Münster führte zu einer angekündigten Schließung für dieses Jahr, weil das Geld für ein komplett neues lichtdurchlässiges Dach nicht vorhanden ist.

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