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Duisburg
Palliativausweis soll Duisburgern helfen

Duisburg. In Anlehnung an ein bewährtes Verfahren in Essen wird auch in Duisburg ein Palliativausweis eingeführt. Er soll dabei helfen, dass in einer akuten Notfallsituation schnell die wesentlichen Informationen darüber vorliegen, wie und wo eine Patientin oder ein Patient in der letzten Lebensphase versorgt werden will.

Zwar haben inzwischen viele Menschen eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht, aber im Notfall fehlen oft die Zeit und die Ruhe, um sie zu lesen. Mit dem Palliativausweis kann sich der Notarzt schnell darüber informieren, welche ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Dienste den Patienten betreuen, wer die Ansprechpartner sind, wie der Patient behandelt wird und welche Notfallmaßnahmen er wünscht oder auch ablehnt. So lassen sich zum Beispiel unerwünschte Krankenhauseinweisungen vermeiden, und es kann durch die Notärzte oder den Rettungsdienst schnell die von dem Patienten gewünschte Versorgung eingeleitet werden. Der Palliativausweis wird von der behandelnden Ärztin oder behandelnden Arzt ausgestellt. Das kann sowohl die Hausärztin als auch ein Palliativarzt sein. Die Vordrucke gibt es bei den Duisburger Palliativpflege- und Hospizdiensten, beim Palliativnetz PanDu und bei der Alzheimer Gesellschaft.

Zurzeit verbreiten die Herausgeber, PanDu und die Kommunale Gesundheitskonferenz, Informationsblätter zu Zielen des Palliativausweises und zum Umgang damit. Insbesondere in den Arztpraxen sollte der Flyer ausliegen. Außerdem wird der Palliativausweis am 6. April im Rahmen einer Veranstaltung im Kleinen Prinzen vorgestellt. Dort besteht auch die Gelegenheit, die Träger der hospizlichen und palliativen Versorgung in Duisburg kennenzulernen.

Quelle: RP
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