| 18.59 Uhr
Bombensprengung und Weihnachtsmarkt
Paradoxe Stimmung in Duisburg
Duisburg: Weihnachtsmarkt wegen Bombenentschärfung geräumt
Duisburg: Weihnachtsmarkt wegen Bombenentschärfung geräumt FOTO: Christoffer Kleindienst
Duisburg. Die Auswirkungen der Bombensprengung im Duisburger Hafen sind auch noch in der Innenstadt spürbar. Teile des Weihnachtsmarkts sind geschlossen, Menschen nur vereinzelt sichtbar, die Lichter von dem Riesenrad aus. Es herrscht eine Ausnahmesituation – aber nicht in allen Teilen der Innenstadt. Von Christoffer Kleindienst

"Bitte gehen Sie hinter die Absperrung, sie befinden sich in der Evakuierungszone", dröhnt es laut aus dem Megafon eines Verantwortlichen. Fragen werden vom ansässigen Ordnungsamt und der Feuerwehr schnell gegeben. Der Fokus liegt aber deutlich auf der Evakuierung. Schranken werden positioniert, weitere Sicherheitspersonen stellen sich auf.

Die Budenbesitzer auf dem Weihnachtsmarkt nähe der Steinschen Gasse sind schon gänzlich verschwunden, einzig der Blumenladen ist noch geöffnet – der Stress ist den Menschen anzumerken: "Ich kann jetzt nicht reden, ich habe zu viel zu tun", sagt eine Angestellte und trägt eine weitere Pflanze in den Laden.

Große Teile des Weihnachtsmarktes sind nicht betroffen

Paradox wirkt die Situation dadurch, dass das Zentrum des Weihnachtsmarkts gänzlich unbetroffen ist. Mehr als die Hälfte der Fläche ist frei zugänglich, viele Besucher bekommen von der Ausnahmesituation nur herzlich wenig mit. Der Grund dafür: Der Haupteingang vom Markt liegt außerhalb vom Evakuierungsradius. Die Stimmung ist dort – wie sollte es auch anders sein – ausgelassen.

Ein anderes Bild ergibt sich wieder, wenn man sich ein wenig von dem Weihnachtsmarkt entfernt und Richtung Hafen geht. Dort wird per Lautsprecher an einem fahrenden Polizeiauto auf die Bombensprengung hingewiesen – mit den dazugehörigen Verhaltensregeln. "Bitte begeben Sie sich in ihre Häuser und Wohnungen und verschließen Sie alle Fenster", heißt es da.

Auch auf der Steinsches Gasse bilden sich lange Staus, Feuerwehrautos oder andere Einsatzfahrzeuge kommen nur im Schritttempo durch das Gedränge.

Quelle: csi/top
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