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Duisburg
Party für ein Krankenhaus in Eritrea

Duisburg: Party für ein Krankenhaus in Eritrea
Jede Menge Spaß hatten die beteiligten Musiker beim Benefizkonzert in der BGU. FOTO: Poley
Duisburg. Die Mehrzweckhalle der Buchholzer Unfallklinik wurde jetzt zum Rockpalast. Grund war die Benefizveranstaltung zugunsten von "Interplast". Von Volker Poley

Professor Heinz-Herbert Hohmann, der am BG-Klinikum die Abteilung für Handchirurgie und Plastische Chirurgie leitet, ist froh, dass mit dieser Veranstaltung die Arbeit der Duisburger Sektion dieser Hilfsorganisation unterstützt wird. Bereits im Vorjahr organisierte Hohmann als Vorsitzender des Duisburger Ablegers der deutschlandweit agierenden Organisation gemeinsam mit Klinikkultur-Chefin Monika Langenberg die rockige Partynacht. Wie 2016 sorgten auch diesmal wieder die Bands "Pohlschröder" und "Dirty BiZness" für den passenden Sound und eine Superstimmung unter den knapp 150 Party-Gästen. Nicht nur die Bands verzichteten für die gute Sache auch diesmal wieder auf ihre Gage, die Eintrittsgelder und der Erlös aus dem Catering ging ebenfalls in den Spendentopf. Im vergangenen Jahr konnte man rund 3400 Euro an "Interplast" weiterreichen, wie Monika Langenberg berichtete.

Heinz-Herbert Hohmann erläuterte, wie die Spendengelder verwendet werden: "Wir unterstützen aktuell ein Krankenhaus in Eritrea, dort soll mit den Spenden der Bau einer Solaranlage finanziert und somit die Energieversorgung nachhaltig gesichert werden." Aber auch in Burma sei man seit sieben Jahren engagiert: "Da sind wir einmal jährlich mit einem Team aus Ärzten und Pflegern. Die Mitarbeiter nehmen für diesen Einsatz Urlaub. "Die Patienten warten an den Krankenstationen schon auf uns, in den zwei Wochen unseres Aufenthalts führen wir rund 1200 Operationen durch", erläutert der Chirurg. Behandelt werden Menschen mit Gesichts- und Handverletzungen, schweren Verbrennungsnarben und anderen Defekten, die durch Unfälle verursacht werden. In anderen Einsatzorten werden auch schwere Verletzungen und Entstellungen, die durch Kriege verursacht wurden, behandelt. "Die Menschen kommen mit Booten oder auf Ochsenkarren von weit her, um sich behandeln zu lassen", erläutert Hohmann. Dabei könne man jedoch in der begrenzten Zeit nicht allen der auf Hilfe wartenden Patienten gerecht werden. Man arbeite zwar zehn Stunden am Tag, damit sei aber die Kapazitätsgrenze erreicht. Hohmann bewundert die Geduld der Menschen in Burma: "Diejenigen, die wir nicht operieren konnten, kommen einfach im nächsten Jahr wieder." Zur Arbeit von "Interplast" gehört nicht nur die Hilfe vor Ort. Ermöglicht wird mit den Spendengeldern auch die Ausbildung von Ärzten, die Stipendien erhalten und für den Einsatz in der Heimat geschult werden. "Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden und sind froh, dass uns etliche Duisburger Unternehmen und Privatleute unterstützen. Ludger Sölker, der zum Physiotherapeuten -Team der Unfallklinik gehört und Schlagzeuger der "Pohlschröder"-Rock'n Roller ist, hatte die Idee zu der rockigen Partynacht, bei der auch die befreundete Cover-Band "Dirty BiZness" spontan mitmachte. "Allein mit dem Erlös aus dieser Veranstaltung können 25 Patienten operiert werden", war sich Monika Langenberg sicher, ohne schon den genauen Spendenbetrag nennen zu können.

Quelle: RP
 
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