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Duisburg
Persönliche Erinnerungen an Altkanzler Schmidt

Duisburg. Seit gestern Morgen liegt in der SPD-Geschäftsstelle an der Krummacher Straße ein Kondolenzbuch für den verstorbenen Altkanzler Helmuth Schmidt aus. Der erste aus der Stadt, der sich dort eintrug, war Oberbürgermeister Sören Link mit einem langen Text.

Bei einer Unterschrift beließen es gestern die Eheleute Josef und Claire Kring. Duisburgs Alt-Oberbürgermeister hat noch gute und sehr persönliche Erinnerungen an den am Dienstag verstorbenen Altkanzler. Bei einer der traditionellen Veranstaltungen zum 1. Mai in unserer Stadt traf er den Hanseaten erstmals. Abseits der Kundgebung mit vielen Reden und dem Steigerlied saßen er und seine Ehefrau später mit den Eheleuten Schmidt zusammen beim Essen. Krings ist damals die vergleichsweise offene und fast lockere Umgangsart von Schmidt aufgefallen, den die Öffentlichkeit ansonsten eher als kühl und sachlich erlebte. So wollte er von Duisburgs obersten Repräsentanten nicht mit "Herr Bundeskanzler" angesprochen werden, sondern ganz einfach mit "Herr Schmidt". Mit Claire Krings unterhielt sich der kulturinteressierte Bundeskanzler längere Zeit über deren Tätigkeit als Ballettmeisterin bei der Deutschen Oper am Rhein.

Als das Duisburger Stadtoberhaupt dem prominenten Besucher zur Erinnerung an seinen Besuch in unserer Stadt eine Grubenlampe schenkte, kommentiert dies Ehefrau Hannelore Loki Schmidt zur Erheiterung der umstehenden Zuhörer ganz locker: "Das ist schon unsere siebte".

(hch/cr)
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