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Duisburg
Polizei begleitet Demos am Montag mit Großaufgebot

Januar 2015: Gewalt bei erster "Pegida"-Demo in Duisburg
Januar 2015: Gewalt bei erster "Pegida"-Demo in Duisburg FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Mit einem Großaufgebot wird die Polizei am kommenden Montag die angemeldeten Demonstrationen rund um den Hauptbahnhof begleiten. In der Innenstadt wird zudem mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet.

Diese Maßnahmen werden unter anderem auch nötig, weil an den vergangenen Montagen Demo-Gegner immer wieder versucht hatten, den "Pegida"-Umzug zu stören. Darüber hinaus hat die "Antifa" NRW-weit über das Internet aufgerufen, am Montag nach Duisburg zu kommen. "Wir werden dafür sorgen, dass alle Demonstranten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich wahrnehmen können", kündigte Einsatzleiter Peter Schreckenberg am Fretag an, "dazu werden wir allerdings konsequent gegen Straftäter vorgehen und gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern".

Die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten wollte Polizeisprecher Joachim Wawrzeniewski nicht verraten: "Das tun wir grundsätzlich nicht. Da wir aber auch nicht abschätzen können, wie viele dem Aufruf der "Antifa" folgen werden, wollen wir lieber gut vorbereitet sein - auch da durch den laufenden Weihnachtsmarkt mit erhöhtem Publikumsverkehr zu rechnen ist."

Der "Pegida"-Marsch ist laut Polizei mit insgesamt 300 Teilnehmern angemeldet. "Das lässt sich aber immer schwer einschätzen, wie viele dann letztendlich kommen, das hängt auch vom Wetter ab." Zusammen mit den anderen drei angekündigten Gegendemonstrationen rechnet die Duisburger Polizei mit insgesamt 700 Teilnehmern an den verschiedenen Protestzügen. Daher könnte es nach Einschätzung der Polizei in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen zwischen 17 Uhr und 21 Uhr kommen. "Wir werden dafür sorgen, dass die Einschränkungen auf ein Mindestmaß reduziert werden", wirbt Einsatzleiter Schreckenberg für Verständnis, "es ist aber möglich, dass es einsatzbedingt zu kurzen Behinderungen beim Zugang zum Hauptbahnhof oder im Straßenverkehr kommt".

Januar 2015: Hooligans bei "Pediga"-Umzug in Duisburg FOTO: Christoph Reichwein

Die "Antirassisten aus der Region" planen, mit rund 200 Teilnehmern um 17 Uhr vom Rathaus über die Poststraße, Gutenbergstraße und Obermauerstraße zum Kuhtor zu ziehen. "Die Linke" zieht mit zehn bis 20 Personen gegen 18 Uhr von der Bahnhofsplatte über Saarstraße, Landfermannstraße zum König-Heinrich-Platz und zurück. Das "Duisburger Netzwerk gegen Rechts" und das "Bündnis Duisburger stellt sich quer" wollen mit etwa 150 Teilnehmern von 17.30 bis 21 Uhr gegen "PEGIDA" demonstrieren.

Die "Pegida" will neben den Kundgebungen am Bahnhofsvorplatz ebenfalls einen Aufzug ab etwa 20 Uhr über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe- und Friedrich-Wilhelm-Straße zurück zum Bahnhof durchführen. Auf dieser Strecke werden wieder Halteverbotszonen eingerichtet. Zudem wird die Polizei am Montag von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 0203/2801065 wieder ein Bürgertelefon zur Verfügung stellen.

(p-m)
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