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Duisburg
Polizei räumt besetzte Schule in Laar

Duisburg. Die Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel ist das wohl bekannteste besetzte Gebäude der Bundesrepublik. Am Samstagnachmittag versuchten einige Kulturinteressierte Duisburger Jugendliche, es den Norddeutschen gleichzutun. Von Tim Harpers

Gegen 15.30 Uhr drangen etwa 35 junge Erwachsene der Initiative "DU it yourself" in das leerstehende Schulgebäude an der Werthstraße in Laar ein, um es für eine Aktionswoche zu besetzen. Sie setzen sich für die Schaffung kultureller Freiräume in Duisburg ein mit dem Ziel, ein "sozio-kulturelles Zentrum" zu bekommen.

Die Stadt Duisburg als Eigentümerin des Gebäudes entschied sich jedoch, wegen Sicherheitsbedenken die Besetzung nicht zuzulassen. Nach kooperativen Gesprächen mit der Polizei erklärten sich die Besetzer gegen 21.30 Uhr schließlich zur Räumung des Gebäudes bereit. Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Ordnungskräften kam es dabei nicht.

Bei vergleichbaren Projekten wie beispielsweise in Köln und Mülheim handelt es sich um Orte, an denen ein selbst organisierter und von der Stadt unabhängiger Kulturbetrieb stattfindet. Neben Konzerten, Partys und Lesungen findet in diesen sogenannten "Autonomen Zentren" aber auch politische Arbeit statt. Trotz des vielleicht positiven Klanges fürchten Kritiker, dass hier Rückzugsorte für extremistische Linke und Menschen antideutscher Gesinnung entstehen könnten. Wenn man den Aussagen der Duisburger Besetzer Glauben schenkt, lag ihnen das fern. Sie wollen ihre Besetzung, die eine Woche dauern sollte, als Protest gegen kulturelle Missstände in der Stadt Duisburg verstanden wissen. Sie monieren die Schließung von Kulturbetrieben wie der Kneipe "Hundertmeister" und die Beschneidung der Djazz-Öffnungszeiten.

Quelle: RP
 
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