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Duisburg
Polizei verstärkt ihre Kräfte

Duisburg: Polizei verstärkt ihre Kräfte
Mit einem noch größeren Polizeiaufgebot als am vergangenen Montag will die Polizei übermorgen Pegida-Anhänger und ihre Gegner auseinanderhalten und Ausschreitungen verhindern. FOTO: Archiv
Duisburg. Die Duisburger müssen sich am Montagabend wegen der Pegida-Aktivitäten erneut auf Behinderungen einstellen. Das "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage" wird nicht demonstrieren, es plant andere Aktionen. Von Sandra Kaiser

Für Montagabend sind in Duisburg wieder Demonstrationen angemeldet. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein und dafür sorgen, dass die Kundgebung der Pegida-Bewegung sowie die beiden angemeldeten Gegendemonstrationen friedlicher verlaufen als in der vergangenen Woche. Da waren vier Polizeibeamte verletzt worden, hatten Autonome mehrfach versucht, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. "Wir haben den Kräfteansatz im Vergleich zum vergangenen Montag deutlich erhöht, um die Auseinandersetzungen beider Lager bereits im Keim zu ersticken", sagt Einsatzleiter Rüdiger Wollgramm. Pegida wird um 18 Uhr mit einer Versammlung am Fernbusbahnhof beginnen und anschließend mit 800 erwarteten Teilnehmern über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther- und Hohe Straße zurück über die Friedrich-Wilhelm-Straße zum Bahnhofsvorplatz ziehen. Dagegen wollen zwei Organisationen demonstrieren: Die "Initiative gegen Duisburger Zustände" hat eine Kundgebung (17.30 bis 21.30 Uhr) auf der Düsseldorfer Straße/Friedrich-Wilhelm-Straße mit 100 Teilnehmern angemeldet. Das "Duisburger Netzwerk gegen Rechts" plant eine Kundgebung (ab 17.30 Uhr) vor dem Hauptbahnhof auf dem Portsmouthplatz und erwartet 1500 Teilnehmer.

Januar 2015: Gewalt bei erster "Pegida"-Demo in Duisburg FOTO: Christoph Reichwein

Das Duisburger "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage", das am vergangenen Montag zu der vielbeachteten Kundgebung vor dem Theater aufgerufen hatte, wird diesmal nicht dabei sein. Man habe sich ganz bewusst dagegen entschieden, um den Pegida-Leuten nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sagt Angelika Wagner, Regionsgeschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). "Die Duisburger haben am vergangenen Montag klar und deutlich Flagge gezeigt", sagt sie. "Das müssen wir jetzt nicht jeden Montag wiederholen." Vielmehr plane das Bündnis für die Montage, an denen Pegida hier in Duisburg aufmarschieren will, einen "bunten Strauß an Aktivitäten". Wie berichtet, hat Pegida angekündigt, bis zum Sommer jede Woche hier auf die Straße zu gehen.

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Bereits ab 16 Uhr muss am Montagnachmittag wieder mit Verkehrsbeeinträchtigungen und Halteverbotszonen gerechnet werden. Die Polizei sperrt nach und nach die Zufahrten zur Innenstadt von der Saarstraße, Mercatorstraße, Friedrich-Wilhelm-Straße/Düsseldorfer Straße. Die Stadt Duisburg richtet entlang der Zugstrecke Halteverbote ein, die bis zum Einsatzende der Polizei bestehen bleiben. Fahrzeuge, die nach 16 Uhr noch dort parken, werden abgeschleppt. Die Fernreisebusse von der Haltestelle am Hauptbahnhof werden planmäßig abfahren. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) hat Umleitungen eingerichtet (siehe Infokasten). Die Fernreisebusse von der Haltestelle am Hauptbahnhof werden planmäßig abfahren. Der Einstieg wird jedoch auf der Mercatorstraße (Nähe Gallenkampstraße) sein. "Uns ist bewusst, dass viele Bürgerinnen und Bürger durch diese Großveranstaltungen belastet werden. Wir werden daher für die folgenden Montage prüfen, ob das Demonstrationsziel auch an einem anderen Ort erreicht werden kann", sagt Wollgramm. Die Rechtslage setze der Polizei jedoch klare Grenzen, so dass dies nur in Kooperation mit den Anmeldern zu erreichen sein werde.

Fragen und Antworten zu "Pegida"

Die Polizei richtet für Bürger am Montag in der Zeit von 8 bis 22 Uhr ein Servicetelefon ein unter 0203 280-1065.

Quelle: RP
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