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Duisburg
Polizeichor begeistert im Steinhof

Duisburg. Beim Frühjahrskonzert banden die Sänger einen bunten musikalischen Strauß mit traditionellen Liedern, Spirituals, Pop und Opernmelodien. Gäste waren der Chor "TonArt" und Musiker des Landespolizeiorchesters. Von Dieter Krüssmann

Es ist schon lange Tradition, dass der Polizeichor Duisburg 1928 einen Tag vor Muttertag sein Frühjahrskonzert veranstaltet. Mit seinem vielfältigen Repertoire versteht sich der Chor als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei, in dem er sein Publikum für einige Stunden vom Alltag ablenkt. Im nicht ganz gefüllten Steinhof Huckingen gab es wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm. Chorleiter Axel Quast wollte vor allem für alle Mütter einen bunten musikalischen Blumenstrauß überreichen, was er dann auch schaffte.

"Wo froh Musik erklingt, und man mit Freuden singt, ist Ihre Polizei mit Herz und Stimm' dabei". So lautete auch gleich das Auftaktlied, der sogenannte Sängergruß der Polizei. In der Tat, es wurde viel an diesem Nachmittag gesungen. Nach zwei Volksweisen aus Dalmatien (Tri sulara und Die kleine Barke im Wind) erlebte man eine schwungvolle Zigeunerhochzeit, wobei der Chor von Martin Fratz am Klavier begleitet wurde. Aber nicht nur altbewährte Männerchor-Literatur stand auf dem Programm. Drei herrliche Spirituals wurden fein säuberlich gesungen, teils auch mit rhythmischem Klatschen. Der "Gruseltango" erzählte vom Vampir, der kein Blut sehen kann, einer Komposition, einst von den Comedian Harmonists gesungen. Wie vielseitig die knapp 40 Sänger waren (es gab auch mal Zeiten, bei denen fast die doppelte Anzahl sang) zeigten auch "Über den Wolken" von Reinhard Mey und der durch die Gruppe Karat und Peter Maffay bekannt gewordene Hit "Über sieben Brücken musst du geh'n". Das kam beim Publikum, unter ihnen auch die Polizeipräsidentin und Schirmherrin Elke Bartels, an.

Als Gast servierte der Chor "TonArt" unter der Leitung von Andreas Rabeneck einige wunderschöne Lieder. Der einstige Projektchor aus dem Duisburger Süden war mit viel Spaß dabei. So farbenfroh wie die T-Shirts waren auch die Darbietungen. "Singen macht Spaß", "The lion sleeps tonight" und "Somewhere" waren nur einige Titel. Besonders schön war "Lollipop", eine frische flotte Melodie aus den 60er Jahren und bei Freddy Quinns "Heimweh" sang sogar das Publikum mit: "So schön, schön war die Zeit . . .". Dass es eher die weiblichen Stimmen waren, die hervorstachen, lag daran, dass die Frauen eindeutig in der Überzahl waren. Dennoch musste eine Zugabe her. Ein weiterer Gast war das Blechbläser-Quintett des Landespolizeiorchesters NRW unter der Leitung von Flavius Petrescu, zu dem sich ein Schlagzeuger gesellt hatte. Das Ensemble erfreute mit einigen gelungenen Programmpunkten. Waren es im ersten Teil nur klassische Darbietungen, so gab es im zweiten Teil jazzige Melodien von George Gershwin. Ein im Programm abgedrucktes Glenn-Miller-Medley wurde zur Enttäuschung des Publikums nicht gespielt, aber eine gekonnt gespielte Version von "Just a closer" versetzte in die gute alte Zeit nach New Orleans. Das gefiel.

Bevor sich dann alle beteiligten Sänger und Sängerinnen mit "Dankeschön und Auf Wiederseh'n" verabschiedeten, servierten die Männer vom Polizeichor noch etwas aus der Opernwelt: den "Chor der Schmiedegesellen" aus dem "Waffenschmied" von Albert Lortzing, den "Studentenchor" aus Jacques Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" sowie einen rhythmisch starken "Frohen Sängermarsch". Viel Beifall für alle Akteure.

Quelle: RP
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