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Problem ausgesessen

Duisburg. Es ist lobenswert, dass sich der Oberbürgermeister und die Duisburger SPD-Angeordneten jetzt für das Unfallkrankenhaus einsetzen. Die Frage ist nur, warum sie das nicht schon viel früher getan haben? Die Klinik beantragt schließlich nicht erst seit gestern die Aufnahme in den Krankenhausplan und hatte schon vor der Landtagswahl unmissverständlich auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. Auf einen SPD-Gesundheitsminister hätten die Duisburger Sozialdemokraten mit vermutlich mehr Erfolg einwirken können, als jetzt auf dessen CDU-Nachfolger. Möglicherweise hatte er aber auch seinen Parteifreunden angekündigt, dass er den Antrag ablehnen werde und man das besser bis nach der Wahl aussitzt.

Doch egal, wer die Entscheidung trifft - für Duisburg ist wichtig, dass die BGU hier bleibt. Viel zu lange schon sind Geschäftsführung und Gesellschafter hingehalten worden, die für den wirtschaftlichen Betrieb der Unfallklinik die Verantwortung tragen. Sie werden bald handeln müssen, wohlwissend, dass bei einem Rückzug aus Buchholz die Patienten die Leidtragenden sind. Aber wenn in Duisburg Defizite produziert werden, dann geht dies auf Dauer auch zu Lasten der anderen BG-Häuser und deren Mitarbeiter.

Längst hätten sich alle Duisburger Landtagsabgeordneten, egal ob von der SPD oder der CDU, der Oberbürgermeister, die hiesigen Klinikbetreiber und der Gesundheitsminister an einen Tisch setzen müssen, um eine Lösung zu erarbeiten. Leider sieht es so aus, dass dafür jetzt keine Zeit mehr ist.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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