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Duisburg
Profile-Konzert mit zwei hörenswerten Nonetten

Duisburg. Neun Instrumente sind die Obergrenze der Kammermusik. Die bekommt man in der Konzertpraxis nicht leicht zusammen - es sei denn, man hat hinter sich ein Sinfonieorchester. So erklangen jetzt im jüngsten, dritten Profile-Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker im gut gefüllten Opernfoyer im Theater zwei kaum bekannte, aber ausgedehnte und hörenswerte Nonette. Von Ingo Hoddick

Beide tragen den Geist von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert auf eigene Weise in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das eine ist das Nonett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass F-Dur op. 121 (1875) des Schubert-Freundes Franz Lachner. Das andere ist die Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11 (1857-1860) von Johannes Brahms in der 1987 von Jorge Rotter rekonstruierten Urfassung für Nonett, wobei statt der Oboe eine zweite Klarinette besetzt ist.

Die Mitglieder der Philharmoniker bewegten sich in diesem Grenzbereich von Kammer- und Orchestermusik wie Fische im Wasser. Sie sorgten durch prägnante Artikulation und süffigen Klang für Transparenz und ein lichtes Klangbild. Stephan Dreizehnter (Flöte), Imke Alers (Oboe), Andreas Oberaigner und Ulrich Samtenshnieder (Klarinette), Carl-Sönje Montag (Fagott), Nicolai Frey (Horn), Tonio Schibel (Violine), Mathias Feger (Viola), Anja Schröder (Violoncello) und Francesco Savignano (Kontrabass) ließen auch die zahlreichen dankbaren Solostellen gut zur Geltung kommen..

Das nächste Profile-Konzert am 21. Februar, 11 Uhr, zeigt den vor 125 Jahren geborenen Sergej Prokofjew nicht nur als Komponisten, sondern auch als Dichter. Stephan Dreizehnter und Anja Schröder sind dann auch wieder mit dabei, außerdem der Pianist Tobias Bredohl und der aus dem Fernsehen bekannte Sprecher Claus-Dieter Clausnitzer.

Quelle: RP
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