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Duisburg
Profile-Konzert: Philharmonische Streichquintette

Duisburg. Für die Besetzung "Streichquintett" wurden unsterbliche Meisterwerke komponiert, die aber nur sehr selten im Konzert zu erleben sind. Ein Grund dafür mag darin liegen, dass es nicht einfach ist, gerade diese fünf Musiker zusammenzubekommen - es sei denn, man hat ein Sinfonieorchester zur Verfügung. So bot jetzt das jüngste, fünfte Profile-Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker im Opernfoyer im Theater drei Streichquintette. Die filigranen Werke öffneten sich immer weiter in die frühe Romantik, von dem Streichquintett D-Dur KV 593 (1790) von Wolfgang Amadeus Mozart über das besonders großartige Streichquintett C-Dur op. 29 (1800/01) von Ludwig van Beethoven bis zu dem Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87 (1845) von Felix Mendelssohn. Tonio Schibel und Birgit Schnepper (Violine), Mathias Feger und Veaceslav Romaliski (Viola) sowie Friedemann Pardall (Violoncello) fuchsten sich immer weiter in die kniffligen Anforderungen dieser Werke, ihre Artikulation und Phrasierung wurde immer plastischer. Da bleibt nur noch, Robert Schumann zu zitieren: "Man sollte kaum glauben, wie die einzige hinzukommende Bratsche die Wirkung der Saiteninstrumente, wie sie sich im Quartett äußert, auf einmal verändert, wie der Charakter des Quintetts ein ganz anderer ist, als der des Quartetts. Die Mitteltinten haben mehr Kraft und Leben; die einzelnen Stimmen wirken mehr als Massen zusammen; hat man im Quartett vier einzelne Menschen gehört, so glaubt man jetzt eine Versammlung vor sich zu haben."

Das nächste, sechste Profile-Konzert am 26. Juni, um 11 Uhr, im Opernfoyer schließt hier an.

(hod)
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