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Duisburg
Radfahrer lieben die "Baumkreisroute"

Duisburg. 42 Kilometer lang ist die Strecke, die Sehenswürdigkeiten in Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn berührt. Von Stefan Gilsbach

Wenn das Wetter klar ist, haben Wanderer von der Hochfläche der Halde Norddeutschland einen weiten Blick, der auch die Rücken der beiden benachbarten Halden umfasst: Pattberg und Rheinpreußen in Moers. Im Norden erhebt sich der Zechenturm von Kamp-Lintfort, im Nordosten reicht der Blick nach Rheinberg. Unwillkürlich denkt der Besucher, wie reizvoll und abwechslungsreich eine Radtour sein müsste, die dieses ganze Gebiet erschließt - mit Seen, Wäldern, beschaulichen Dörfern und lebendigen Stadtkernen.

Eine solche Route existiert seit einigen Jahren, sie trägt den Namen "Baumkreisroute" und hat bei Radwanderern bereits einen guten Ruf. "Auf der jüngsten Tourismusmesse in Kalkar sind wir sehr oft auf die Baumkreisroute angesprochen worden", sagt Frank Grusen vom Stadtmarketing Neukirchen-Vluyn. Denn die Ausflügler mit dem Zweirad suchen immer nach neuen Strecken. "Die Niederrhein-Route ist schon recht etabliert", sagt Grusen. Daher sei das Interesse an neuen Angeboten groß. Vor allem an solchen Routen, die bequem genug sind, um für die ganze Familie zu taugen. Das treffe für die Baumkreisroute auf jeden Fall zu, sagt Grusen. Die Strecke beträgt 42 Kilometer und führt durch die schöne Kendel- und Donkenlandschaft, bietet aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. "Aus der Resonanz, die wir als Verwaltung bekommen, wissen wir, dass die Leute dies besonders zu schätzen wissen."

Oben auf der Liste der sehenswerten Orte steht das Kloster Kamp, dort kann man die Fahrt beginnen oder auch beenden, je nach Belieben. Neben dem Kloster sind die wichtigsten Wegmarken die Halde Norddeutschland mit der "Himmelstreppe", das Geleucht auf der Halde Rheinpreußen und das Underberg-Freibad in Rheinberg. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, in ein Café oder Restaurant einzukehren. Naturmonumente wie der Mammutbaum am Eyller Berg sind zu sehen.

Doch woher kommt eigentlich der Name "Baumkreisroute"? Frank Grusen erzählt: "Anfang der 90er Jahre wurde ein Baumkreis um den Pattberg angelegt." Diese Halde liegt ziemlich genau in der Mitte des Gebietes, welches die Route umkreist - somit bewegen sich die Ausflügler rund um den Baumkreis.

Die noch junge Baumkreisroute ist ein Projekt im Rahmen des "Landschaftsparks Niederrhein", der von den vier Städten Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg propagiert wird. Gemeinsam erarbeitete man in den Rathäusern die neue Radstrecke.

"Natürlich sind wir sie auch selber abgefahren", berichtet Grusen. "Und jeder hat dann noch für seinen Bereich geprüft, ob die Beschilderung stimmig ist."

Die Radler können sich an den kleinen Schildern orientieren, die einen grünen Kreis und einen blauen Fluss zeigen, den Rhein natürlich. Frank Grusen kündigt an: "Wir als Kommunen des Landschaftsparks wollen auch noch weitere Strecken ins Leben rufen."

Quelle: RP
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