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Duisburg
Rahmer trauern um ihren "Bürgermeister" Günter Both

Duisburg. Die Rahmer und viel andere trauern um Günter Both, der nach langer schwerer Krankheit vor einigen Tagen verstorben ist. Er lebte seit den letzten Kriegsmonaten im Jahre 1945 in Rahm. Nachdem er in Geisenheim Gartenbau studiert hatte, trat er nach einigen Berufsjahren in anderen Betrieben 1962 in die alteingesessene väterliche Firma ein. 1982 übernahm er die Geschäftsführung der Both Garten- und Landschaftsbau GmbH.

Günter Both brachte sich engagiert in das örtliche Leben vor allem in Rahm ein. Wesentlich waren für ihn die Bewahrung von Umwelt und Natur, der Erhalt des typischen ländlichen Dorfcharakters des Ortes und der Umgebung, auch die Pflege gewachsener Traditionen. Als langjähriges Mitglied des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde in Duisburg dachte er stets über den Tag hinaus.

Er unterstützte mit viel Gemeinsinn und durch praktische Hilfe die beiden christlichen Kirchengemeinden, die Rahmer Schützenbruderschaft und die St. Georg Pfadfinder. Wenn seine Fahrzeuge oder Maschinen für einen guten Zweck gebraucht wurden, stellte er sie zur Verfügung oder steuerte sie selbst, sei es für die Säuberung des Rahmer Baches, zur Pflege der Obstwiesen und Bachbrücken oder für den Bau von Spielplätzen. Vieles im Dorf regte er nicht nur an, sondern stellte sich gleich selbst in den Dienst der Sache. Über etliche Jahrzehnte wirkte Günter Both im Vorstand des Bürgervereins Großenbaum-Rahm und kümmerte sich um die Belange der Bürger vor Ort. Er war im wahrsten Sinne des Wortes überparteilich und vielleicht auch deswegen als integere und sachkundige Person geschätzt. Er scheute sich nicht, mit den politischen Vertretern Klartext zu sprechen. Noch in den letzten Monaten seines Lebens stieß er als Einzelkämpfer die öffentliche Diskussion um den Flächennutzungsplan-Entwurf für den Duisburger Süden an.

Seine stillen Leidenschaften waren das Töpfern in der eigenen Werkstatt und sein Bauerngarten. Günter Both bleibt schließlich auch als Mitverfasser des Rahmer Heimatbuchs "Rahm - Dorfgeschichte, Dorfgeschichten" in Erinnerung. Für manche war er der "Bürgermeister von Rahm".

Quelle: RP
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