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Duisburg
Raimu Satohs blitzblanker Folkwang-Klavierabend

Duisburg. In der Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik - Forum für junge PianistInnen" am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste wurden in der Vergangenheit bekanntlich schon viele großartige Talente entdeckt. Jetzt war im gut gefüllten Kleinen Konzertsaal die Bühne frei für Raimu Satoh aus der Klasse von Prof. Henri Sigfridsson. Von Ingo Hoddick

Ihr Programm enthielt eine schlüssige Kombination von wahrhaft großer Klaviermusik in schlicht und einfach blitzblanken Aufführungen.

Ihre Spieltechnik ist perfekt, ihr Sinn für klangliche und überhaupt gestalterische Differenzierung vorzüglich. In dem insgesamt dreiviertelstündigen zweiten Band der "Préludes" von Claude Debussy kommt es auf Nuancen an, um die angedeuteten Bilder zum Leben zu erwecken, von der Nr. 1 "Broulliards" (Nebel) bis zur Nr. 12 "Feux d'artifice" (Feuerwerk). Das hat man selbst von berühmten Pianisten nur selten plastischer gehört.

Klar und deutlich wirkten hier auch Präludium und Fuge Nr. 4 cis-Moll aus dem zweiten Band des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach.

Wie sensationell Raimu Satoh aber tatsächlich Disziplin und Ausdruck vereinen kann, durchaus manchmal mit wohlkontrollierten Exzessen, zeigte sie vor allem in der Sonate Nr. 6 A-Dur op. 82 von Sergej Prokofjew.

Der Jubel war groß.

Quelle: RP
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