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Duisburg
Rampensau Kai Bettermann würdigt Irrwisch Freddie Mercury

Duisburg. "Ein poetischer Trip in einen Mythos" will "Being Freddie Mercury" sein, das sind 80 intensive Minuten im Foyer III unterm Dach des Theaters. Es geht also um Freddie Mercury (1946-1991), geboren vor 70 Jahren als Farrokh Bulsara in Sansibar-Stadt im heutigen Tansania, bekannt als Mitbegründer, Komponist und Leadsänger der Band "Queen". Die ausverkaufte Duisburger Premiere stieg auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Tod des Künstlers an AIDS. Von Ingo Hoddick

"Schwul, Schnäuzer, ,Bohemian Rhapsody'" - der Schauspieler Kai Bettermann geht an diesem Abend weit über die Mercury-Klischees hinaus. Faszinierend, wie er aus Details der Biografie anschauliche Bewegungen macht, wie er Mercurys musikalische Herkunft von der Music-Hall ohrenfällig werden lässt und wie er überhaupt den manchmal brachialen Bombast der Songs auf nachdenkliche Kammermusik eindampft, zusammen mit der gleichfalls eleganten und virtuosen Pianistin und Cellistin Ursula Wawroschek. Natürlich kommen hier auch Hits wie "Crazy Little Thing Called Love", "Don't Stop Me Now" oder "We Are The Champions". Es wird alles erklärt, zum Beispiel der Künstlername nach dem altrömischen Götterboten Merkur oder seine religiösen Wurzeln bei den Parsen (Altiranern) in Indien. Deren Prophet war Zarathustra, und so darf ein entsprechendes Zitat von Friedrich Nietzsche (aus "Also sprach Zarathustra") über den Übermenschen nicht fehlen. Auch dabei ist der typische, abmontierte Mikrofonständer. Der Mythos wird aber nur demontiert, um ihn neu erstehen zu lassen. Ein Sucher nach Geborgenheit sei Freddie Mercury gewesen, allein unter vielen, so Kai Bettermann.

Die Produktion, die es seit 15 Jahren mit Unterbrechungen gibt, muss man einfach erlebt haben, weil sie witzig und klug ist. Gelegenheit dazu gibt es am 7. Dezember sowie am 11. und 27. Januar, jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es am einfachsten unter der Telefon-Nummer 0203 283 62 100.

Quelle: RP
 
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