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Duisburg
Reformation und ihre Folgen

Duisburg. Das Katholische Bildungswerk befasst sich mit einem spannenden Thema.

Im Jahr 2017 wird des Ursprungs der Reformation gedacht, die mit Luthers "Thesenanschlag" in Wittenberg (1517) ausgelöst wurde. Die Evangelische Kirche bereitet sich mit einer zehnjährigen Besinnung auf dieses Jubiläum vor. Welche Bedeutung kann dieses für die Katholische Kirche haben? Darum geht es in einer Veranstaltung zum Thema "Katholische Kirche - Zwischen Reform und Reformation", zu der das Katholische Bildungswerk für Montag, 14. September, 19.30 Uhr, in die Karmel-Begegnungsstätte, Mitte, Karmelplatz 3 (hinter der Salvatorkirche) einlädt.

Ältere Katholiken lernten die Reformation als "katastrophales Unglück" kennen. Religionsbücher sprachen damals von einer "abendländischen Kirchenspaltung". In den Lehrbüchern der katholischen Dogmatik wurden die Positionen der Reformatoren unter der Rubrik "Irrlehre" vorgestellt. Gegen eine "Reform" schien das Prinzip der "Bewahrung" zu stehen. Andere erlebten später zahlreiche Reformbewegungen in der Katholischen Kirche, wie beispielsweise die Liturgische und die Bibelbewegung, die Jugendbewegung und vor allem das Zweite Vatikanische Konzil. Heute geht vielen der Prozess der Erneuerung zu langsam, andere fürchten sich vor dem Verlust der Identität.

Das trifft auch auf die Ökumenische Bewegung zu. Manche Katholiken meinen, 2017 gebe es nichts zu "feiern". Auf der anderen Seite fand im Frühjahr dieses Jahres das ökumenisch gestaltete Theologische Seminar" des Katholischen Bildungswerkes zum Thema "Abendmahlsgemeinschaft" eine große Resonanz.

Wie kann sich die Katholische Kirche an der Vorbereitung des Reformationsjubiläums beteiligen? Was kann sie dabei lernen? Diesen Fragen wird Professorin Dr. Johanna Rahner nachgehen. Sie lehrt an der Universität Tübingen Katholische Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie.

Quelle: RP
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