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Duisburg
Reine Zierde und ironische Lachspangen im Kunstraum

Duisburg: Reine Zierde und ironische Lachspangen im Kunstraum
Wieder sensationell: Academy of St Martin in the Fields. FOTO: giovanni pina
Duisburg. Der Zahnarzt Manhardt Barthelmie zeigt am Samstag Werke der Duisburger Designerin und Goldschmiedin Tanja Friedrichs.

Im Mercatorhaus an der Königstraße 61 (Stadtmitte) hat sich der Zahnarzt Dr. Manhardt Barthelmie einen Traum erfüllt, bei dem Beruf, Berufung und Leidenschaft zusammenkommen. Anfang des Jahres stellte Barthelmie, der seine Zahnarzt-Praxis in Xanten an einen Nachfolger übergeben hatte, um in Duisburg etwas Neues zu beginnen, seinen Kunstraum erstmals öffentlich vor (die RP berichtete).

Nun zeigt Barthelmie in dem 160 Quadratmeter großen Raum, der mehr als Kunststätte denn als Wartezimmer dient, seine dritte Ausstellung. Die meisten Arbeiten, die er diesmal für die öffentliche Präsentation ausgesucht hat, stammen aus den 70er Jahren, als er gerade mit dem Sammeln von Kunstwerken begann. "Damals waren die Werke von Ulrich Erben oder auch Günther Uecker noch bezahlbar", sagt Barthelmie.

Bezeichnend für Barthelmies Sammlung ist, dass er oftmals keine Einzelwerke, sondern kleinere Gruppen erworben hat. Der behutsame Umgang mit der Farbe bis zur vollständigen Einfarbigkeit und auch das Filigran-Grafische mag Barthelmie besonders. Die Auswahl, die nun an den Wänden seines Kunstraums zu sehen ist, beweist einen exquisiten und überzeugenden Kunstgeschmack. Einige Künstlernamen sind in der deutschen Kunstwelt bekannt, andere mögen eine Entdeckung sein. Vertreten sind diesmal neben Uecker und Erben: Flavio Paolucci, Francois Morellet, Gottfried Honegger, Peter Stein, Robert Mangold und Mark Tobey.

Neben Werken aus seiner eigenen Sammlung zeigt Barthelmie diesmal auch höchst bemerkenswerte Arbeiten, die ihm die Duisburger Designerin und Goldschmiedin Tanja Friedrichs, die mit der Familie Barthelmie bekannt ist, zur Verfügung gestellt hat. "Reine Zierde" nennt die preisgekrönte Künstlerin ihre Kollektion, die beispielsweise mit Gold- und Silberdrähten oder Edelmetallschlaufen Schmuckstücke von großer Eleganz und mit lockender Haptik herstellt. Neben diesen Stücken, die für das Tragen am Körper gedacht sind, zeigt Tanja Friedrichs kleine Schau-Objekte aus Alltagsmaterialien mit zum Teil komischer Wirkung. So hat sie aus den Verschlusskappen von Shampoon-Flaschen neckische Wesen gestaltet. Und passend für eine Zahnarztpraxis stellt sie auch einige "Lachspangen" vor.

Für Samstag, 4. November, ab 17 Uhr, laden Manhardt Barthelmie und Tanja Friedrichs zur Ausstellungseröffnung ein. Die Ausstellung kann in den kommenden Wochen im Kunstraum bei freiem Eintritt besichtigt werden. Und zwar montags, dienstags und donnerstags, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Info: www.dr-barthelmie.de

(pk)
 
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