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Duisburg
Rheinhauser funken Meteoritenschwarm an

Duisburg. Rheinhausen (szf) Die Rheinhauser Funkamateure wollen einen Meteoritenschwarm benutzen, um über ihn Funksignale aus aller Welt aufzufangen. Für das Experiment wollen sie eine übergroße Antenne auf der Rockelsberghalde aufrichten. Helfer werden noch gesucht.

"Das Prinzip ist einfach", erklären die Amateurfunker ihr Projekt. "Funkamateure, zum Beispiel in Südamerika, strahlen ihre Signale mit großen Antennen in die Richtung, wo sich der Meteoritenschwarm befindet. Dort werden diese reflektiert und können in Europa empfangen werden." Der Sternschnuppenschwarm, der dafür herhalten soll, heißt "Lima 20-1.4" und schwirrt nur alle 14 Jahre vorüber: "Die Chance ist also nicht so oft gegeben."

Bloß weg von den Funkuhren

Die Signale, die auf diese Weise auf der Erde – und in Rheinhausen – ankommen, werden nach der langen Reise ziemlich schwach sein. "Darum gilt es, so weit wie möglich aus dem bodennahen Störnebel herauszukommen", so die Hobbyfunker. In Bodennähe seien nämlich allerhand Signale unterwegs: "Das beginnt mit Funkuhren, geht weiter mit elektronischen Thermometern und endet schließlich bei drahtlos gesteuerten Garagentoröffnern. Nicht zu vergessen die massiven Störungen von den Computersignalen, die über das Stromnetz geleitet werden."

Die Rockelsberghalde scheint aber recht gut geeignet, um all dem zu entkommen: Ein Mast von rund zehn Metern Höhe, oben auf den Berg gepflanzt, sollte es tun. Ein irdisches Problem gibt es da aber noch: Um ihn aufrichten zu können, werden etwa 20 Leute benötigt. Bisher konnten die Funker aus ihren eigenen Reihen nur etwa zehn rekrutieren.

Zuschauer und Helfer erwünscht

Die Funkaktion startet am Donnerstag, 1. April, um 11 Uhr mit dem Aufrichten der Antenne – ganz egal, ob die Sonne scheint oder es stürmt und regnet. Etwa zwei Stunden später sollte der Funkmast sicher stehen. Der Meteoritenschwarm wird gegen 13.35 Uhr erwartet. Die Amateurfunker bauen einen großen Grillstand auf, ein Getränkehandel will 100 Liter Freibier stiften. Die Anwesenden können die Signale aus dem All vor Ort live verfolgen, kurze Zeit später sind sie auf der Homepage der Rheinhausener Funkamateure www.dl-null-rn.de unter "Aktuelles" abzuhören.

Wer also noch mithelfen möchte, möge sich bei den Funkern melden, und Zuschauer sind ausdrücklich willkommen.

Kontakt kurt.willutzki@arcor.de, www.dl-null-rn.de

Quelle: RP
 
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