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Duisburg
RP-Opernscouts loben das "Super-Paket"

Duisburg: RP-Opernscouts loben das "Super-Paket"
Jesscia Gerhold
Duisburg. Nicht nur das Rentier in der Sauna und das "fast hitverdächtige" Leitmotiv der Oper "Die Schneekönigin" kamen bei unseren Operns-Scouts besonders gut an. Von Ingo Hoddick

Die jüngste Premiere der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg in ihrem Duisburger Haus war die Uraufführung der Familienoper "Die Schneekönigin" nach dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen von Marius Felix Lange, Jahrgang 1968.

Für unsere Zeitung beobachten die Premieren der Rheinoper auch die Opernscouts: kulturinteressierte Menschen, die aber bislang wenig mit der Oper zu tun hatten (die RP berichtete).

Die Duisburger Opernscouts fanden das Stück sehr gut, auch dort wo die Musik etwas "schräger" wird, eben sehr anspruchsvoll, gerade für Kinder, aber auch sehr fantasievoll. Einig waren sie sich auch darin, dass das Ganze sehr stimmig wirkte, oder wie es Christoph Grätz, Referent der Stabsstelle Kommunikation bei der Caritas, zusammenfasste: "Ein Super-Paket!"

Kathrin Pilger, Pressesprecherin beim Landesarchiv NRW, fand das Stück auch für die Sänger sehr anspruchsvoll und insgesamt "perfekt komponiert".

Martin Breil, Diplom-Ingenieur für Hochbau, mochte besonders das Rentier in der Sauna. Das "Rosenlied", also das Leitmotiv der Oper, nannte er "fast hitverdächtig". Das Bühnenbild von Tatjana Ivschina war für ihn "schön aufwendig, wenn auch ein bisschen kitschig".

Die Gymnasiallehrerin Jessica Gerhold genoss die "schöne märchenhafte Athmosphäre" als "fast weihnachtlich". Die Familienoper habe auch die Fantasie der Erwachsenen angeregt. Das Besondere war diesmal, dass die Opernscouts eventuell vorhandene Kinder mitbringen konnten. Viktoria Breil ist fünf Jahre alt, also eigentlich zu jung für diese Oper, die sich eigentlich an Zuschauer ab sechs Jahren richtet. Sie konnte noch nicht alles mitverfolgen, mochte aber die beiden Kinder Kay (Dmitri Vargin) und Gerda (Heidi Elisabeth Meier) sowie das Räubermädchen (gespielt von Iryna Vakula, krankheitsbedingt von der Seite gesungen von Katharina von Bülow), fand die Schneekönigin (Adela Zaharia) interessant und die Musik schön.

Ihre Mutter erläuterte, bei gruseligen Stellen habe Viktoria auf ihren Schoß gewollt, aber keine Angst gehabt. Kai und Jan Pilger orientierten sich anhand der Einführung und der Übertitel in der Handlung, fanden die Musik ziemlich passend und auch stimmungsvoll. Besonders gefielen ihnen der dramatische Anfang, die geschwätzige Krähe (Florian Simson) und die Räuberhöhle, in der Choristen als Vögel in Käfigen sitzen. Frieda, das zwölfjährige Patenkind von Jessica Gerhold, fand es "cool, wie die Schneekönigin mit ihrem Schlitten reinkommt" und wie mit wenigen Handgriffen das Bühnenbild verändert wurde.

Quelle: RP
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